Vor genau fünf Jahren schwappte die erste Corona-Welle über die Steiermark. Ein prägendes Ereignis mit Folgen – für Gesellschaft, Politik, Wirtschaft. Lockdowns, Massentests und Impfungen spalteten das Land.
Quasi aus heiterem Himmel traf uns eine Krise, die unser Land in dieser Dimension noch nie erlebt hatte – und hoffentlich nie wieder erleben wird: Allein in unserem Bundesland waren 3628 Todesfälle auf eine Infektion mit dem Corona-Virus zurückzuführen! Herzzerreißende Szenen haben sich tief ins Gedächtnis vieler Menschen eingebrannt: Patienten, die sich nicht mehr von ihren Familien verabschieden konnten, Ehepaare, die von einem auf den anderen Tag auseinandergerissen wurden, völlig überlastete Pfleger und Ärzte, die in Tränen ausbrachen.
Einen Präzedenzfall für diesen Ausnahmezustand gab es nicht. Die Bundesregierung agierte teilweise planlos und setzte Schritte, ohne deren weitreichende Folgen entsprechend abzuwägen – allerdings, und das sei an dieser Stelle schon vermerkt, immer mit dem Ziel, Menschenleben zu retten.
Bis heute wirken die harten Maßnahmen nach: Totale Lockdowns führen noch fünf Jahre nach Ausbruch der Pandemie zu Insolvenzen von Firmen und Gastronomiebetrieben. Schulschließungen und das Verbot persönlicher Kontakte lösten bei Kindern Angststörungen und Depressionen aus. Massentests und Impfpflicht beschädigten das Vertrauen vieler Menschen in Politik und Behörden nachhaltig. Und noch viele Jahre lang werden die Steuerzahler an der Kurz‘schen „Koste es, was es wolle“-Förderungspolitik zu knabbern haben.
Kein Wunder, dass viele Steirer das böse „C-Wort“ nicht mehr hören können. Der Frust sitzt tief. Dass die Krise noch politisch aufgearbeitet wird, ist ein Gebot der Stunde; auch, um für entsprechende Zukunftsszenarien besser gerüstet zu sein.
Kommen Sie gesund durch diesen Dienstag!
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