EU-Verordnung

Kritik von Unternehmen an Verpackungswirrwarr

Wirtschaft
28.08.2026 11:55

Bei der neuen EU-Verpackungsverordnung sieht die WKÖ rot. Die Ziele sind weniger Müll und mehr Recycling, doch die Umsetzung bringt hohe Kosten und Bürokratie. Aktuelle Regeln seien erst die „Spitze des Eisbergs“. Gefordert werden Nachbesserungen und eine Aussetzung bestimmter Vorgaben. 

Seit 12. August gibt es für Händler neue EU-Vorgaben zu ihren Produktverpackungen. Das lässt die viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Sturm laufen. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) findet die Idee für mehr Recycling und Kreislaufwirtschaft gut, die Umsetzung aber schlecht.

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Die Welle an Regulierungen, die aktuell aus der Verpackungsverordnung kommt, ist erst die Spitze des Eisbergs.

Jürgen Streitner, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik in der WKÖ

Der bürokratische und finanzielle Aufwand sei für viele zu hoch. „Das ist erst die Spitze des Eisbergs“, erklärt WKÖ-Experte Jürgen Streitner. Rund 30 weitere EU-Regeln sollen die bisherigen Vorgaben konkretisieren – ab 2028 kommen neue Kennzeichnungspflichten, ab 2030 strengere Recycling- und Wiederverwendungsregeln. Unternehmen müssen teils heute über Verpackungen und Investitionen entscheiden, obwohl die künftigen Bewertungskriterien noch offen sind.

Besonders trifft das den grenzüberschreitenden Handel: Statt eines einheitlichen Systems gibt es weiterhin 27 nationale Register, Meldeverfahren und Gebührenmodelle. Die WKÖ fordert deshalb einheitliche Regeln und ein Aussetzen bestimmter Vorgaben, bis die Verordnung überarbeitet ist.

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