Gespräche mit den USA?

Iran: „Wir werden Netanyahu in die Hölle schicken“

Außenpolitik
28.08.2026 12:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats hat Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu mit dem Tod bedroht. Man werde „den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes in die Hölle schicken“, sagte er am Donnerstagabend. Der Iran hätte aber nicht die Tötung von Barron Trump geplant, einem der Söhne des US-Präsidenten.

Netanyahu habe lediglich mit der Verbreitung falscher Nachrichten Donald Trump in Angst versetzen wollen. Tatsächlich hatte aber ein iranischer Staatssender vor wenigen Tagen ein Video mit dem Titel „Wo kann man Barron Trump töten?“ verbreitet. Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Mohsen Rezai, wurde Anfang August auf das mächtige Amt berufen. Er gilt als konservativer Hardliner und Skeptiker von Verhandlungen mit den USA.

Der Iran-Krieg Ende Februar wurde gemeinsam von den Vereinigten Staaten und Israel begonnen. Bei den Kriegszielen waren sich die Verbündeten nicht immer einig. Netanyahu sagte kürzlich, dass es „sehr wichtig“ sei, gegen jene vorzugehen, die „diese schreckliche Diktatur“ im Iran unterstützen. Er befürworte den wirtschaftlichen Druck der USA gegen das Land und bezweifle, dass mit der iranischen Führung ein Friedensabkommen erzielt werden könne.

„Diplomatie nicht unmöglich“
In Richtung der USA hat Irans Außenminister Abbas Araqchi jetzt einigermaßen versöhnliche Töne angeschlagen. „Es ist nicht unmöglich, die Diplomatie wieder auf Kurs zu bringen“, schrieb er auf der Plattform X. Das Weiße Haus müsste aber verstehen, dass Druck nicht funktioniere. Die USA sollten Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, „unsere Rechte anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten“.

In den vergangenen Tagen hatten Vertreterinnen und Vertreter regionaler Staaten eine neue Runde diplomatischer Bemühungen begonnen. Am Montag war eine Delegation unter Leitung des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran. Am Dienstag folgte Omans Außenminister Badr al-Busaidi. Am Donnerstag traf sich Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani mit Araqchi. Ungefähr ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn steckt der Konflikt in einer Sackgasse. Der Iran wurde fast 40 Tage lang aus der Luft angegriffen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung