Polizei ohne Gnade

3400 Küsse auf Auto kommen Lenker teuer zu stehen

Ausland
27.08.2026 14:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die indische Polizei hat offenbar nur wenig Sinn für Romantik: Die Freundin eines Autobesitzers zierte dessen Vehikel mit 3400 Kussabdrücken: Für die Exekutive ein Grund für ein Bußgeld. 

Laut einem Bericht von NDTV hatte die Freundin den weißen Suzuki Swift von Aditya Sikarwar mit rotem Lippenstift verziert, als dieser gerade nicht beim Wagen war. Der junge Inder postete schließlich ein Video von dem „Kussauto“ – damit wollte er die Reichweite und Zahl seiner Follower erhöhen. Der Plan ging auf: Der Clip erreichte 5,5 Millionen Aufrufe.

Polizei beschlagnahmte „Kussauto“
Doch ein Betrachter fand das Video offenbar weniger romantisch: nämlich die Verkehrspolizei von Gwalior. Sie machte den Wagen und den Besitzer ausfindig und verhängte ein Bußgeld von 5500 Rupien, was etwa 50 Euro entspricht. Das „Kussauto“ wurde beschlagnahmt und Aditya musste sich auf die Polizeiwache für die Aktion rechtfertigen.

Aditya räumte seinen Fehler ein und entfernte schließlich jeden der 3400 Kussspuren mit einem feuchten Lappen auf dem Gelände der Polizeiwache. „Meine Freundin dachte, wenn wir das machen, würde das Video viral gehen, also haben wir es gepostet. Und tatsächlich ging es viral. Sie hat das ganze Auto mit den Spuren bedeckt“, erklärte der Inder. 

Die Freundin soll 3,5 Stunden gebraucht haben, um die Karosserie des Wagens mit Küssen zu ...
Die Freundin soll 3,5 Stunden gebraucht haben, um die Karosserie des Wagens mit Küssen zu bedecken.(Bild: kameraone)

Die Frau hätte dreieinhalb Stunden für die Verzierung des Autos gebraucht. Weshalb genau die Strafe verhängt wurde, darüber ist sich die Berichterstattung nicht einig: „Indian Express“ erklärt, der Fahrer hätte das Aussehen des Autos nicht verändern dürfen. NDTV dagegen erklärte, dass der Lenker in dem Video ganz offensichtlich mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr und deswegen das Bußgeld zahlen musste. 

So oder so – ohne das Video hätte er nicht die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen. Und hätte seiner Freundin um das so gesparte Geld wohl viele Lippenstifte kaufen können ...

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung