Nicht einmal zwei Stunden ist Villach von Graz entfernt: jener Ort, der Samstagnachmittag zum Schauplatz eines blutigen Attentats mit IS-Hintergrund wurde. Schon mehrmals konnten Anschläge in der Steiermark verhindert werden – doch wie lange noch?
Die lustigste Zeit des Jahres wurde ausgerechnet in Villach, der österreichischen Faschings-Hochburg, zur traurigsten: Ahmad G. (23), ein Kriegsflüchtling aus Syrien, hatte bei seinem Messer-Amoklauf eindeutig ein terroristisches Motiv, wollte möglichst viele Menschen töten oder zumindest schwer verletzen. Ein 14-Jähriger bezahlte diesen Wahnsinn mit seinem Leben, drei Opfer liegen auf der Intensivstation.
Terror im Nachbarbundesland, Terror mitten in Österreich. Wie lange dauert es noch, bis auch in der Steiermark der Ernstfall eintritt? (Anm.: Die Todesfahrt von Alen R. vor zehn Jahren durch Graz wurde offiziell nicht als Anschlag gewertet, sondern „nur“ als Amokfahrt eines geistig Verwirrten. Voreilig, wie viele damals meinten.) Mehrmals wurden in unserem Bundesland bereits Attentate verhindert, im Mai 2024 flog eine 14-Jährige auf, die auf dem Grazer Jakominiplatz „Ungläubige abstechen“ wollte.
Dass viele Menschen angesichts der vielen furchtbaren Ereignisse in letzter Zeit – man muss ja nur nach Deutschland schauen – Angst haben, ist nur zu verständlich. Sie rufen nach der Politik, nach schärferen Maßnahmen gegen Gefährder. Bei FPÖ-Landeshauptmann Mario Kunasek rennen sie damit offene Türen ein: „Alle politischen Verantwortungsträger sind aufgefordert, endlich effektiv gegen importierte Gewalt und Kriminalität vorzugehen“, sagt er – und verweist auf die geplante Einrichtung eines Sicherheitsbeirates in der Steiermark.
Ein erster, wichtiger Schritt – der aber nicht der letzte bleiben darf. Damit wir uns endlich wieder sicher fühlen können!
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