Gleich zwei Mal hatte man in Schwarzenberg (Vorarlberg) Gelegenheit, die Kunst des Zusammenspiels beziehungsweise des Zusammensingens zu studieren.
Am Montag und am Mittwoch präsentierten sich renommierte Solisten, die sich zum gemeinsamen Muszieren im Rahmen der Schubertiade Schwarzenberg zusammenfanden. Beim Kammermusikkonzert am Montag waren es die Geigerin Veronika Eberle sowie Julia Hagen, Violoncello, und Lukas Sternath am Klavier. Das späte Trio Opus 101 von Johannes Brahms und das frühe Trio Opus 6 von Dmitri Schostakowitsch standen dem lichtvollen Trio in Es-Dur von Franz Schubert gegenüber. Am überzeugendsten gelang das Werk Schostakowitschs in seiner herben Tonsprache, während gerade bei Schubert der Zauber dieses vielgeliebten Stücks sich nur in Momenten einstellen wollte. Die Damen an den Streichinstrumenten trafen diesen achtsamen Ton eher, jedoch war Lukas Sternath am Klavier vielfach zu laut und legte beim so lieblichen Andante con moto ein recht zügiges Tempo vor.
Noch jung, aber bereits an großen Opernhäusern erfolgreiche Sängerinnen und Sänger boten am Mittwoch einen Ensembleabend mit einem reinen Schubert-Programm. Die meisten dieser Gesänge waren als Komposition eher interessant für Kenner denn ein mitreißendes Musikerlebnis, sodass der Fokus auf den Sängern lag, fabelhaft am Klavier begleitet von Malcolm Martineau. Patrizia Nolz stach durch ihren meisterhaft geführten Mezzosopran besonders hervor. So wurde die oft gegebene „Altschottische Ballade“ zum unerwartet spannenden Höhepunkt. Ihr Duopartner bei diesem Stück war David Steffens. Er ist begabt mit einem wunderbaren Bass, kann ihn aber nicht immer zügeln. Mit einem charmanten Gute-Nacht-Lied wurde die August-Schubertiade schließlich beschlossen.
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