Über sechs Meter lang
Forscherteam filmt „vielleicht größten Weißen Hai“
Die sind die größten Raubfische der Ozeane und schon „normale“ Exemplare bieten unter Wasser einen beeindruckenden Anblick: Weiße Haie. Nun gelang einem Team der Dokumentationsserie „Shark Week“ die Aufnahme eines Hais gigantischer Größe. Das weibliche Tier war über sechs Meter lang und damit sogar rekordverdächtig ...
Mehrere Wochen hatte das Team um den kanadischen Haiforscher Dr. Neil Hammerschlag nach dem gigantischen Raubfisch gesucht, nachdem es Berichte über Sichtungen gegeben hatte. Schließlich gelang es dem Team, das Weibchen, dem man den Namen „Big Rose“ gegeben hatte, mit einem Köder vor der Küste von Nova Scotia mit einem Köder anzulocken.
„Big Rose“ größer als „Deep Blue“?
Der Hai wurde dank Luftaufnahmen auf gut 6,10 Meter geschätzt – damit wäre „Big Rose“ zumindest gleich groß oder sogar etwas größer als die bisherige Rekordhalterin „Deep Blue“. Das Weibchen, welches vor Mexiko und Hawaii gesichtet wurde, wurde auf ebenfalls 6,10 Meter und gut zwei Tonnen geschätzt. „Big Rose“ könnte sogar an der Drei-Tonnen-Marke kratzen, so die Wissenschaftler.
Normalerweise erreichen Weiße Haie schon bei großer Größe etwa knapp fünf Meter Länge, die Männchen sind etwas kleiner als die Weibchen. Die Tiere können, sofern sie nicht durch Bejagung, Schleppnetze oder Schiffe zu Tode kommen, auch sehr alt werden. Exemplare mit 40 bis 50 Jahren sind keine Seltenheit, das höchste, dokumentierte Alter liegt bei den Männchen bei über 70 Jahren.
Der einzige, natürliche Feind des Weißen Haies sind die anderen Super-Predatoren der Ozeane: Orcas. Die Wale rammen die Haie, bis diese schwimmunfähig sind und reißen ihnen die Leber raus. Während die Orcas in Familiengruppen leben, sind Weiße Haie zumeist einzeln oder paarweise unterwegs. Sie sind allgemein neugierig, kommen oft nahe an Boote und Menschen.
Häufig in Angriffe involviert
Letzteres führt allerdings wiederum oft zu Problemen, denn in der Statistik wird der Weiße Hai als eine der häufigsten Arten geführt, die Menschen angreift – wobei es hier möglicherweise auch zu Verwechslungen mit dem Bullenhai kommt, welcher eher flaches Wasser bevorzugt. Das Killer-Image hat die Haiart dennoch zu Unrecht – aufgrund ihrer späten Geschlechtsreife mit Anfang 30 und der Bedrohung durch den kommerziellen Fischfang gilt der Weiße Hai als stark gefährdet. In manchen Regionen der Erde dürfte die Art sogar bereits ausgestorben sein.

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