Das Totalversagen im Bund werden in den nächsten Wochen die steirischen Bürgermeister zu spüren bekommen. Am Stammtisch und Wahlstand wird gewettert werden gegen „die Politik“ im Allgemeinen. Dabei sollte man vor unseren Ortschefs den Hut ziehen. Denn wer tut sich diese Arbeit noch freiwillig an?
Das unwürdige Koalitions-Schauspiel, das in den letzten Wochen und Monaten vor einer fassungslosen Öffentlichkeit aufgeführt wurde, hat der österreichischen Politik schweren Schaden zugefügt. Würden Arbeitnehmer in einem Unternehmen so dahinstümpern, sie hätten längst den blauen Brief im Postkastl.
Leidtragende des ALLE Parteien treffenden Vertrauensverlustes und der immer größer werdenden Politikverdrossenheit sind nicht zuletzt die steirischen Bürgermeister, die in einem Monat eine Wahl zu schlagen haben. Sie sind erste Anlaufstelle, wenn es gilt, Dampf abzulassen, weil sich die hohe Bundespolitik üblicherweise nicht in die Niederungen der Ebene herunterlässt. Unsere Ortschefs, die Prellböcke des vereinigten Wutbürgertums.
Um ihren Job sind diese Damen und Herren schon jetzt nicht zu beneiden: mit einem Fuß im Kriminal, wenn sie nur die kleinste Fußnote eines Gemeindegesetzes übersehen. Bedroht von findigen Anwälten, die stets auf der Suche nach dem berühmten Härchen in der juristischen Suppe sind. Belastet durch riesige Budgetlöcher und steigende Kosten für Personal, Energie, Soziales usw.
Wundert es da noch jemanden, wenn immer mehr Bürgermeister dem Rathaus den Rücken kehren?
Neue Serie zur Gemeinderatswahl
PS: In den kommenden vier Wochen dürfen wir Sie mitnehmen in die steirischen Kommunen. „Gemeindereport 2025“ nennt sich unsere neue Serie zur steirischen Gemeinderatswahl im März. Unter Federführung meines geschätzten Kollegen Jakob Traby sind die „Krone“-Redakteurinnen und -redakteure im ganzen Land unterwegs, um das Land politisch zu vermessen: Wo wird es spannend? Wer geht? Wer kommt?
Ab morgen in Ihrer „Steirerkrone“ und auf krone.at/steiermark – schauen Sie unbedingt rein!
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