Fußballstar Martin Hinteregger (32) muss bekanntlich vor Gericht – Anzeige wegen Körperverletzung! In der Anklageschrift beklagt das Opfer eine „Zerrung der Halswirbelsäule“. Der Neuzugang der Austria Klagenfurt packt jetzt erstmals aus – und spricht mit „Kärntner Krone“-Sportchef Claudio Trevisan über den Vorfall, die von ihm wahr genommenen Beschimpfungen, seine Vorbildfunktion, Spenden für karitative Zwecke und auch „das letzte Bier“. . .
„Es liegt auf der Hand, dass er nur Geld will“, sagt Martin Hinteregger. Jetzt wartet die Anklagebank auf ihn. Denn im September 2024 soll der Fußballstar als Trainer des Kärntner Unterligisten Sirnitz einen Fan im Meisterschaftsspiel in Mittlern umgestoßen haben. Augenzeugen sowie ein Video sollen das bestätigen.
Der Mann zeigte „Hinti“ wegen Körperverletzung an – dass ein Strafverfahren auf den 32-Jährigen zukommt, war schon lange klar. Jetzt ist der Termin fix: Am 19. Feber wird am Bezirksgericht vor Richter Stefan Jannach in Völkermarkt verhandelt.
Für Austria Klagenfurts Neuzugang gilt die Unschuldsvermutung – mit der „Krone“ spricht der Profi erstmals über den Vorfall.
„Kopfweh vom letzten Bier?“
Eine „Zerrung der Halswirbelsäule“ habe sich das Opfer zugezogen – so steht es in der Anklageschrift. „Mein Tormann Christian Fritzer hat den Mann nach dem Vorfall gefragt, ob es ihm gut gehe – dieser bestätigte und bestellte sich weitere Biere in der Kantine. Daher frage ich mich, ob er das Kopfweh am nächsten Tag von meinem Schupfer oder doch vom letzten Bier hatte“, sagt Hinteregger und betont: „Es liegt auf der Hand, dass er nur Geld will.“
„In einer Tour beschimpft“
Wie es dazu kam? „Er hat mich und mein Team, das ein Durchschnittsalter von 17 Jahren aufwies, in einer Tour beschimpft: ’Du drecks Hinteregger mit deiner sch*** jungen Bauerntruppe. Fahr heim mit deiner Kindertruppe in euer drecks Bauerndorf, du Wi***, du Möchtegern’ – das alles war noch das Harmloseste. Ich werde nie verstehen, wie man Hobby-Fußballer so bezeichnen kann. Zudem war das Match fair, entspannt. Das war alles so grundlos“, erzählt Hinteregger.
„Bis zu gewissem Grad verdient. . .“
Der Europa-League-Sieger von 2022 sieht aber auch die Fehler bei sich. „Ich hätte den Ordnerdienst früher anfordern sollen – jedoch war da keiner zu sehen. Und ich hätte den Mann mit Worten viel früher konfrontieren müssen – und das Ganze nicht mit einem Schubser beenden. So etwas darf mir nicht passieren, bei all dem was ich in meiner Karriere schon erlebt habe – auch, wenn er es bis zu einem gewissen Grad verdient hat. . .“
Soziales Engagement
„Hinti“ ist sich seiner Vorbildfunktion jedenfalls bewusst. „Aber eine solche hat der Herr mit seinen 61 Jahren auch – wie kann man da auf Teenager verbal losgehen! Insgesamt habe ich in der letzten Zeit einen mittleren sechsstelligen Betrag an karitative Institutionen gespendet, arbeite nahezu täglich in meinem Projekt ehrenamtlich mit gewaltbereiten Kids und Jugendlichen – da habe ich ihnen nach dem Vorfall natürlich alles erklärt. Und ich wäre daher auch bereit, im Zuge dessen weiterhin gemeinnützige Arbeit leisten.“
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