Mehr Anzeigen, weniger Genierer oder Geschichtsbewusstsein: Innerhalb eines Jahres wurden in Österreich 2604 mutmaßliche Neonazis angezeigt – Tendenz weiter steigend. Die Vorwürfe reichen vom Hakenkreuz-Häferl über sichtbare NS-Tattoos bis hin zu einschlägiger Musik. Auch die Situation in Kärnten wird von Historikern mit Sorge betrachtet.
Fast jede Woche läuft am Landesgericht Klagenfurt ein Prozess nach dem sogenannten §3G-Verbotsgesetz, das seit 1947 dazu dienen soll, rechtsextremen Anfängen zu wehren und den Staat vor einem neuerlichen Rechtsruck zu bewahren. Mit spürbar sinkendem Erfolg. Denn die Anzahl an Verstößen steigt, das Geschichtsbewusstsein scheint 80 Jahre nach Kriegsende immer schlechter zu werden.
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