3 Tote, 21 Verletzte
Sprengsatz detonierte in Moskauer Restaurant
In einem Moskauer Restaurant hat sich eine schwere Explosion ereignet. Mindestens drei Menschen starben, 21 weitere wurden verletzt.
Der Samstagabend wird das Gesicht des Kudrinskaja Platz im weiteren Zentrum der russischen Hauptstadt für immer verändern. Lange galt das dort pompös in den Himmel ragende stalinistische Hochhaus als eines der luxuriösesten Gebäude in Moskau, das sogar über einen eigenen Bunker verfügt. Dort im Erdgeschoß befindet sich das glamouröse italienische Restaurant „Balzi Rossi“.
Am Samstag war das mit edlen Statuen und Lustern gespickte Lokal aufgrund einer privaten Veranstaltung geschlossen. Laut dem Telegram-Kanal „112“ fand eine Hochzeit mit 50 Gästen statt. Der Telegram-Kanal „Astra“ berichtet hingegen, dass dort ein Geburtstag eines Generals zelebriert wurde. Bis ein fürchterlicher lauter Knall von einer Sekunde auf die andere alles veränderte. „Es hat richtig gewackelt! Ich habe ehrlich gedacht, das war’s, das Hochhaus ist weg“, schilderte ein Augenzeuge gegenüber „112“.
Frau wollte Sprengsatz ins Lokal bringen
Anstelle des gewohnten Lärms von Autos und Stimmen der Passanten heulen Sirenen. Eine schwere, bedrückende Stille hängt über dem markanten Gebäude. Die russische Polizei sprach von drei Toten und 21 Verletzten. Schnell herrschte traurige Gewissheit: Die Explosion sei von einem Sprengsatz ausgelöst worden, berichtet die Staatsagentur „TASS“ unter Berufung auf das Nationale Antiterror-Komitee. Ob ein politisches Motiv hinter dem versuchten Anschlag steckt, ist noch unklar.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler soll eine Frau probiert haben, den Sprengsatz ins Lokal zu bringen. Dabei sei sie von einem Wachmann gestoppt worden, so „TASS“. Beide verloren bei der Explosion ihr Leben, ebenso wie ein Besucher des Café-Restaurants.



Drohungen in der Vergangenheit
Russische Medien berichten, dass bereits im Jahr 2019 anonyme Drohanrufe bei dem Gebäude sowie bei der nahegelegenen US-Botschaft eingelangt waren. In denen behauptet wurde, dass die Häuser mit Sprengstoff versehen worden seien. Damals bestätigte sich die Information nicht. Doch jetzt, sieben Jahre später, hat die Realität die schlimmsten Befürchtungen übertroffen.
Feuer in Basiliuskathedrale am Roten Platz
Vor dem Hintergrund der Tragödie schrieben russische Medien auch über einen Brand in der berühmten Basiliuskathedrale auf dem Roten Platz, der spätabends ausbrach. Die Strafverfolgungsbehörden gaben an, dass die Ursache für das Feuer ein Kurzschluss in der Elektroverkabelung im Büro des Museumsdirektors war. Bislang sehen die Behörden allerdings keinen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen.









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