Seit Bruno Kreiskys Tagen waren die Skandinavier für uns Österreicher in mancherlei Hinsicht immer wieder Vorbild: etwa in Hinblick auf den Sozialstaat oder auch was Liberalität und Toleranz in der Gesellschaft betrifft.
Dass diese Liberalität auch groteske Blüten treiben kann, hören wir wieder gegenwärtig in der Vorweihnachtszeit: Da gibt es in Schweden und in Finnland doch tatsächlich eine Diskussion, ob man Weihnachten noch „Weihnacht“ nennen darf und ob es im öffentlichen Bereich, etwa in der Schule, noch erlaubt ist, christliche Symbole und Bezeichnungen zu verwenden.
EINERSEITS mag es ja politisch korrekt sein, Menschen aus anderen Kulturen mit anderer Religion nicht mit unseren christlichen Traditionen zu behelligen.
Vorauseilender Gehorsam
ANDERERSEITS ist es nichts anderes als vorauseilender Gehorsam gegenüber nicht integrationsfähigen Zuwanderern – etwa aus dem islamischen Bereich –, wenn große Möbelkonzerne nicht mehr von Weihnachtsaktionen sprechen, sondern von solchen für das „Winterfest“, wenn schwedische Industriekonzerne ihren Mitarbeitern empfehlen, statt „Frohe Weihnachten“ nur „Frohe Festtage“ zu sagen, und wenn in finnischen Schulen keine Weihnachtslieder mehr mit Bezug auf das Jesuskind gesungen werden sollen.
Es sollte doch endlich klar sein, dass all jene, die nach Europa zuwandern, auch bereit sein müssen, europäisch-christliche Traditionen zu akzeptieren.
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