„Krone“ vor Ort:

Mit Wasser vom Schwimmbad den Großbrand gelöscht

Salzburg
13.07.2026 06:00

Großeinsatz am sommerlichen Sonntag im Salzburger Anthering: Ein 150 Jahre altes Wohnhaus samt Stall wurde mitten im Ortszentrum ein Raub der Flammen. Aufgrund der Trockenheit brauchte es mehr Löschwasser. Daher legten die Floriani kurzerhand eine Löschleitung vom nahegelegenen Schwimmbad zum Brandherd.

Eine dichte Rauchwolke stieg am frühen Sonntagnachmittag im Dorfzentrum von Anthering gen Himmel. Meterhohe Flammen, höher als der brennende Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert, waren auf Videos von Anrainern zu sehen. Als die „Krone“ den Brandort gegen 14.30 Uhr erreichte, stand nur noch das verkohlte Gerüst des Stalls. Flammen hatten das angrenzende Wohnhaus schwer beschädigt – das Feuer hatte sich quasi durch das Dach gefressen. „Noch können wir nicht ,Brand aus’ geben. Aber es sind nur noch Nachlöscharbeiten notwendig“, berichtet Einsatzleiter David Gleisner und beruhigt: „Das Haus war unbewohnt.“

Nur mehr ein verkohltes Gerippe blieb vom über 150 Jahre alten Wirtschaftsgebäude übrig
Nur mehr ein verkohltes Gerippe blieb vom über 150 Jahre alten Wirtschaftsgebäude übrig(Bild: Markus Tschepp)

Die 140 Einsatzkräfte von neun umliegenden Feuerwehren konnten den Großbrand mit Alarmstufe 3 rasch unter Kontrolle bringen. Doch das Löschwasser aus den Hydranten hat Probleme bereitet: „Wir konnten das Wasser von umliegenden Teichen der Landwirte und auch vom Schwimmbad nutzen“, berichtet Gleisner. Tatsächlich: Eine Löschleitung wurde vom vergleichsweise kleinen Pool der Gemeinde bis zum Brandort gelegt. Ein Feuerwehrmann hat sich um die Wasserpumpe gekümmert, während Familien und Kinder weiter planschten.

Die Feuerwehr versuchte das Abbrennen des Wohnhauses zu verhindern.
Die Feuerwehr versuchte das Abbrennen des Wohnhauses zu verhindern.(Bild: Markus Tschepp)

Selbst Bademeister Matthias Lebesmühlbacher hat so etwas trotz 25 Jahren Berufserfahrung nicht erlebt. „Heuer ist es auch noch so trocken“, weiß er. Aufgrund der Trockenheit hat der Flachgau mit der Wasserversorgung zu kämpfen.

Zitat Icon

Ich mache das schon 25 Jahre, aber so etwas ist noch nie passiert. Weil es heuer trocken ist, haben wir mit der Wasserversorgung nicht viel Spielraum.

Bademeister Matthias Lebesmühlbacher

„Wir hatten ganz am Anfang Sorgen, dass das Feuer zu uns kommt“, erzählt dagegen Marianne Muckenhammer, Nachbarin des brennenden Bauernhofs und Wirtin bei Kernei‘s Mostheurigem. „Die Feuerwehr war aber wahnsinnig schnell da“, lobt sie im „Krone“-Gespräch die Einsatzkräfte.

Zitat Icon

Das Feuer sah einfach schockierend aus. Man fühlt sich hilflos. Wichtig ist nur, dass niemandem was passierte.

Marianne Muckenhammer, Wirtin Kernei‘s Mostheuriger

„Ein paar Gäste im Gastgarten sind heim, andere dagegen sind zuschauen gegangen. Es bestand aber zu keiner Zeit wirklich Gefahr“, erzählt sie weiter. Die Wirtsfamilie hatte das Feuer auch zuerst entdeckt und sofort Alarm geschlagen.

Über die Brandursache gibt es noch keine genauen Informationen – Ermittler der Polizei waren bereits vor Ort, ein Helikopter und Drohnen kreisten über den Brandherd. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Abend an. Der Schaden ist immens. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Salzburg
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung