Brauchtum und christliche Traditionen werden in Niederösterreich jetzt im Bildungsplan für die Kleinsten verankert – Absagen von Festen sollten daher künftig tabu sein!
„Wer hier leben will, muss unsere Werte und Traditionen respektieren.“ Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gibt nach Debatten um Mondbär- statt Martinsfesten sowie Kreuzen in Klassen- und Spitalszimmern eine klare Linie vor. Daher werden Nikolaus & Co. jetzt im Bildungsplan für die Kindergärten festgeschrieben. Ähnlich wie im Lehrplan für Schulen sind hier Leitlinien vorgegeben, welche Inhalte den Kindern vermittelt werden müssen.
Warnung vor falsch verstandener Toleranz
Das wird auch von Fachleuten begrüßt. „Feste vermitteln Werte und ein Gefühl der Zugehörigkeit“, betont Pädagogin Christina Steinböck aus Asperhofen im Bezirk St. Pölten. Durch falsch verstandene Toleranz anderen Kulturen gegenüber werden Kindern jedoch das Kennenlernen jener Werte, die bei uns hochgehalten werden, verwehrt.
Mehrheit der Bevölkerung für christliche Feste
Die ÖVP weiß bei dieser Maßnahme eine breite Mehrheit hinter sich. Das bestätigt Meinungsforscher Christoph Haselmayer, dessen IFDD erhoben hat, dass es 90 Prozent der Bevölkerung in NÖ für richtig halten, Weihnachts-, Oster-, Nikolaus- und Martinsfeste in Kindergärten zu feiern. Mehr als zwei Drittel befürworten zudem, dass Kreuze als Kultursymbol in öffentlichen Gebäuden vorhanden sein sollen.
Freiheitliche liebäugeln mit dem Krampus
Bei so viel Traditionsverbundenheit will natürlich auch der Koalitionspartner nicht hintanstehen. Wobei sich die Freiheitlichen eher für den Krampus erwärmen: „Das ist altes Brauchtum aus dem Ostalpenraum“, betont Landesvize Udo Landbauer, dass auch der zottelige Begleiter des Nikolos nicht aus Kindergärten und Schulen verbannt werden sollte.
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