Die kommunistisch geführte Grazer Stadtregierung stand schon bisher oft in der Kritik der Landesregierung – künftig könnte das noch mehr der Fall sein. KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr spricht im Interview über Gratulationen an Mario Kunasek, eine Mauer vor dem Rathaus und warum sie sich manchmal wie im Zoo vorkommt.
„Krone“: Frau Kahr, mit welchen Erwartungen blicken Sie auf die künftige Landesregierung aus FPÖ und ÖVP?
Elke Kahr: Ich habe Sorge, dass die Interessen der arbeitenden Menschen nicht im Zentrum stehen werden und dass die Menschlichkeit verloren geht, gerade in der Sprache. Vielleicht werde ich eines Besseren belehrt, aber es gibt Aussagen, die mich nachdenklich stimmen, etwa zum Kürzen von Sozialleistungen. Da entscheiden oft Menschen am Schreibtisch, die keine Ahnung von der Realität draußen haben. Man weiß nur, wie es den Leuten geht, wenn man sich mit ihnen beschäftigt.
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