Seit zwei Jahren arbeitet das internationale Entwicklerteam stillalive Studios unter Leitung des Innsbrucker Chefprogrammierers Julian Mautner an "Son of Nor", bisher wurde die Entwicklung großteils aus eigener Tasche und mit staatlichen Förderungen bezahlt, für die weitere Entwicklung des zu rund einem Viertel fertigen Spiels soll jetzt das Crowdfunding-Portal "Kickstarter" das notwendige Kleingeld bringen.
krone.at konnte schon ersten Blick auf Spiel werfen
Stolz präsentierte Mautner krone.at kürzlich eine erste spielbare Version von "Son of Nor" – und hinterließ damit einen bleibenden Eindruck. Das Game, in dem der Spieler in die Rolle eines Zauberers schlüpft, der die Menschheit gegen die bösartigen Echsenwesen der Sarahul verteidigen muss, bietet viele innovative Ansätze in puncto Gameplay und gefällt mit seiner hübschen Wüstenwelt mit Oasen, Olivenhainen, Schluchten und alten Ruinen auch optisch.
Kernstück von "Son of Nor" sind dabei nicht die Kämpfe gegen die bösartigen Echsenwesen, sondern Rätsel und die Zusammenarbeit von bis zu vier Spielern, die das Spiel im Coop-Modus bestreiten. Als "Son of Nor", einer Art Beschützer der Menschheit, verfügt der Spieler über Telekinese-, Zauber- und Terraforming-Fähigkeiten, mit denen die Spiellandschaft selbst verändert werden darf.
Terraforming bringt frischen Wind ins Gameplay
Besonders das letztgenannte Spielelement hat man in dieser Form in anderen Spielen bisher selten gesehen. Der Spieler ist selbst Herr über seine Umgebung, kann bei feindlichem Beschuss Barrieren aus Sand errichten, aus diesen Barrieren durch Magie Sandstürme entstehen lassen und – wenn er gut ist – diese Sandstürme sogar noch zum Brennen bringen. Die spielerische Freiheit, die "Son of Nor“ bieten wird, war schon in der frühen Betaversion, die uns gezeigt wurde, beeindruckend.
"Ich fand Spielwelten bisher zu statisch. Und ich wollte etwas dagegen tun", erinnert sich Mautner an den Gedanken, der 2011 die Arbeiten an "Son of Nor" eingeleitet hat. Ein internationales Team mit starker österreichischer Beteiligung wurde gegründet, erste Hand am Programmcode wurde angelegt, eine Handlung erdacht. Beeindruckend: Chefprogrammierer Mautner selbst hat sein Handwerk als Autodidakt gelernt und ist eigentlich studierter Physiker.
Coop-Multiplayermodus für bis zu vier Spieler
Großen Wert legen die Entwickler auf ein fesselndes Multiplayer-Erlebnis für bis zu vier Spieler, die das Game gemeinsam spielen können. Dabei soll sich der Spielverlauf je nach Spielerzahl unterscheiden und die zahlreichen Rätsel sollen ebenfalls durch Teamwork gelöst werden können. Dabei gilt: Die Rätsel können auf viele verschiedene Weisen gelöst werden. "Alles, was man sieht, kann man auch manipulieren", schwärmt Mautner.
Ein Monat läuft die "Kickstarter"-Kampagne, bei der die Entwickler ihren Unterstützern etliche Belohnungen für ihre Mithilfe anbieten – von Sammlereditionen des Spiels über die Mitsprache beim Game-Design bis hin zum Einbau besonders eifriger Spender als spielbare Charaktere im Spiel. Man darf gespannt sein, wie viel die stillalive Studios über "Kickstarter" sammeln, und schon jetzt auf ein innovatives Action-Adventure mit frischen Spielelementen und unverbrauchtem Setting hoffen.
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