Der Bub sei seiner Mutter direkt nach der Geburt in der nordindischen Stadt Ludhiana weggenommen worden, berichtete der Nachrichtensender NDTV am Mittwoch. Der Großvater des Kleinen habe der Mutter erzählt, sie habe eine Totgeburt gehabt, und das Baby für umgerechnet etwa 640 Euro an eine Krankenschwester verkauft.
Diese Schwester soll das Kind für 4.260 Euro an einen Hilfslaboranten gegeben haben, der es schließlich auf seiner Facebook-Seite anbot. Ein Geschäftsmann aus Neu-Delhi habe den Buben für mehr als 11.000 Euro kaufen wollen, berichtete NDTV weiter. Die Polizei nahm fünf Menschen fest, darunter den Großvater.
Dies sei aber nur die "Spitze des Eisbergs", wird ein Polizist zitiert. Man habe einen Mittelsmann geschnappt, der zu einer Kinderhändlerbande gehöre. In Indien werden jedes Jahr Zehntausende Kinder verschleppt. Sie werden als Haussklaven gehalten, müssen betteln gehen, werden zur Prostitution gezwungen oder von kinderlosen Paaren adoptiert.
US-Mutter wollte Kinder über Facebook verkaufen
Erst vor einem Monat hatte in den USA ein ähnlicher Fall für Aufsehen gesorgt. Eine 22-jährige Mutter hatte dort ihr zehn Monate altes Mädchen sowie ihren zweijährigen Sohn für 4.000 Dollar über das soziale Netzwerk verkaufen wollen. Die junge Frau wurde verhaftet, die Kinder in staatliche Obsorge übergeben.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.