Die Staatsanwaltschaft Aachen bestätigte den Sachverhalt, machte aber "aus ermittlungstaktischen Gründen" keine weiteren Angaben. Die Ermittlungen stünden am Anfang, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller. Mehrere Reiseveranstalter wie opodo.de und DER Touristik wandten sich an Kunden, die kürzlich eine Reise gebucht hatten. Ihnen wurde empfohlen, ihre Kreditkarte "gegebenenfalls sperren zu lassen".
Das Online-Reisebüro opodo.de betonte, es gebe noch keine abschließende Erkenntnis, inwieweit tatsächlich Kunden finanzieller Schaden entstanden sei. Das Unternehmen habe eventuell betroffene Kunden voraushandelnd informiert. Weder eigene Produkte noch von Drittanbietern in Auftrag angebotene Dienstleistungen seien betroffen.
"Wir haben diese Lücke sofort geschlossen", sagte die Vertreterin von TravelTainment. Der Einbruch sei am 11. April entdeckt worden. Daraufhin seien sofort die Firmenkunden, Kreditkartenunternehmen sowie das Landeskriminalamt NRW informiert worden. Betroffen seien "partielle Kreditkartendaten einer relativ kleinen Zahl von Kunden", hieß es in einer schriftlichen Mitteilung von TravelTainment mit Hauptsitz in Würselen bei Aachen.
Nach Angaben des Unternehmens arbeitet "fast die ganze deutsche Reisebranche" mit TravelTainment zusammen. TravelTainment gehört zur Amadeus IT Group SA (Madrid), die Software für die Suche nach und Buchungen von Reisezielen anbietet. Es ist nach eigenen Angaben mit einer Vertriebsplattform für touristische Leistungen Partner von nationalen und internationalen Reiseportalen wie weg.de, expedia.de oder holidaycheck.de.
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