Am 12. Juli 2020 hatte für die Kriegsgeschichte ein neues Zeitalter begonnen: Aserbaidschan schoss Armenien in einer Woche in Grund und Boden – erstmals durch Großeinsatz mit unbemannten Roboter-Waffen: Kampfdrohnen – aus Israel und der Türkei!
Heute prägt diese neue Waffe den Ukrainekrieg. Es gibt sie in jeder Eigenschaft und jeder Größe. Die ukrainischen Westentaschen-Drohnen mit Suchauge sind tragbar und können Panzer in die Luft sprengen. Die Produktionskosten: 321 Euro!
Die neue Waffengattung birgt nicht nur neue Möglichkeiten in der Verteidigung, sondern auch neue Gefahren durch Terroristen. Es dauert nicht mehr lang, dann können sie immun gegen Störsender programmiert werden und autonom das Ziel ansteuern.
Angesichts dieser Revolution in der Waffentechnik stellen sich auch für Österreichs Bundesheer neue Fragen. Ist Landesverteidigung ohne Kampfdrohnen überhaupt möglich? Nein! Wir sind heute wehrlos wie in den alten Zeiten, als sich Österreich noch an das Verbot selbst getriebener Waffen („Raketenverbot“) des Staatsvertrags gehalten hatte.
Niemand verbietet Österreich Kampfdrohnen (und Abwehreinrichtungen dagegen), nicht einmal der Kostenfaktor. Die Zeit schreitet über Bedenken hinweg, die einmal ein Bundesheer-Generalstäbler geäußert hat: „Wir werden uns nie an so einer roboterhaften Kriegsführung mit dem Joystick beteiligen.“
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