Obwohl Samsung den Verkauf seines Windows-RT-Tablets Ativ Tab in Europa wegen geringer Nachfrage bereits wieder eingestellt (siehe Infobox) hat, sagte Angiulo, man solle Windows RT nicht abschreiben. Kritisiert wird es vor allem wegen seiner mangelnden Kompatibilität mit normalen Windows-Anwendungen für x86-Prozessoren.
Mehr Apps und ARM-Geräte sollen RT beflügeln
Es sei ein Haufen Arbeit gewesen, das Betriebssystem zu programmieren und er glaube nach wie vor an eine Zukunft für Windows RT, so Angiulo gegenüber der IT-Nachrichtenwebsite "CNET". Geht es nach dem Manager, soll Windows RT in den nächsten Jahren an Fahrt aufnehmen, wenn Microsofts hauseigener Windows-Store mehr Apps beherbergt und stromsparende ARM-Prozessoren weiter an Bedeutung gewinnen. "Ich denke, das hat eine rosige Zukunft", sagte er über die Stromsparprozessoren des britischen CPU-Designers.
Den größten Nachteil von Windows RT – dass wegen der unterschiedlichen Prozessorarchitekturen keine normale Windows-Software darauf läuft – relativierte Angiulo. Die Tatsache, dass nur moderne Apps, die auf das Betriebssystem optimiert werden, auf Geräten mit Windows RT laufen, gereiche dem Benutzer zum Vorteil, ist der Microsoft-Manager überzeugt.
Leichte Wiederherstellung als Pluspunkt
"Sagen wir, Sie lassen ihren PC in den Pool fallen. Gut, sie bekommen einen neuen und können die Apps einfach neu herunterladen. Dieses Modell sind die Leute heute von Smartphones und Tablets gewohnt", so Angiulo. Der Vorteil von Windows RT sei also, dass das System binnen kurzer Zeit wiederhergestellt werden könne und stets aus einem Guss sei.
Dieser Umstand und die Tatsache, dass in den nächsten Monaten mehr 3G-fähige Geräte mit Windows RT und ARM-Chips auf den Markt kommen werden, die x86-Computern in puncto Laufzeit oft deutlich überlegen seien, lässt den Microsoft-Manager positiv in die Windows-RT-Zukunft blicken. Ob das Schicksal für Windows RT tatsächlich noch ein Hoch bereithält, muss sich in den nächsten Monaten freilich erst zeigen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.