Die Erben wussten längst, was auf sie zukommt, als am Montag in Wien Döbling das Testament von Richard Lugner eröffnet wurde. Seine Tochter Jacqueline und ihr Ehemann Leo blieben dem Termin fern (zu groß ist auch noch ihr Schmerz über den Verlust), aber Witwe Simone und Lugners Sohn Alexander waren beim Notar dabei.
Seit Tagen spitzte sich alles auf diesen Termin zu: Am Montag wurde das Testament von Richard Lugner (er starb am 12. August) eröffnet. Groß waren die Spekulationen im Vorfeld darüber gewesen, wer was erben würde. Dabei war alles allen schon im Vorfeld klar – der Verstorbene hatte sich schon zu Lebzeiten immer um seine Schäfchen gekümmert.
Lagerbildung, trotz Klarheit?
Während Jacqueline und Leo Lugner für keinerlei Stellungnahmen erreichbar waren und sind (zu groß ist noch die Trauer), begab sich Witwe Simone direkt ins mediale Becken und sprach dort über den Verlust des Jobs (sie wurde in der Lugner City gekündigt) und, dass es eine Lagerbildung innerhalb der Familie gab. Beim Notar waren dann aber nur sie samt Anwalt und Richard Lugners Sohn Alexander vor Ort gewesen.
Zukunft der Lugner City gesichert
Dass zeitgleich mehr oder weniger ein Lauffeuer darüber entbrannte, dass es nun um die Lugner City nicht mehr gut stehe, konnte Geschäftsführer Gerald Friede sofort entkräften, als er zu Protokoll gab, dass die Zukunft des Hauses definitiv gesichert sei. Genauso fix wie der Umstand, wer was erben würde. Denn alle Parteien wussten darüber schon im Vorfeld darüber Bescheid, was sie anteilig bekommen würden.
Dass sie die Erbschaften bedingt angetreten hatten, lag nur noch daran, dass eine Inventarisierung stattfinden muss. Das wird nun einige Zeit lang dauern und hoffentlich auch dazu beitragen, dass nun wieder ein wenig Ruhe einkehrt. In den nächsten Monaten wird sich diesbezüglich also nicht viel tun, nur vielleicht einen Teil dazu beitragen, dass Richard Lugners letzter Wille dann doch geschieht.
Er sagte (siehe Video, das ein Gast aufnahm) einst bei einer Feier: „Es gibt drei Begünstigte bei der Lugner City. Die Jacky, mein Sohn (Anm.: Sohn Alexander) und ich. Und wenn ich nicht mehr bin, kann nur ein Blutsverwandter nachfolgen. Und letztendlich, wenn die Jacky einmal ein Baby bekommen sollte, dann würde die ganze Lugner City unter ihrem Kommando laufen.“
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