"Es ist kein Geheimnis, dass die USA und das südkoreanische Marionettenregime ihre Cyber-Kräfte massiv aufrüsten, um die staatsfeindlichen Aktivitäten und Sabotageaktionen gegen die demokratische Volksrepublik Korea zu intensivieren", vermeldete kürzlich die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Man verurteile die Angriffe als "feigen und verabscheuungswürdigen" Akt, tönt es aus dem autoritär regierten Staat.
Man habe "intensive und hartnäckige" Angriffe auf nordkoreanische Einrichtungen festgestellt und vermute, die Attacken stünden im Zusammenhang mit dem Militärmanöver, das Südkorea und die USA derzeit gemeinsam abhalten. Betroffen waren offenbar die Website der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA selbst, jene der Airline Air Koryo und die Internetpräsenz der staatlichen nordkoreanischen Zeitung "Rodong Sinmun".
Südkorea: Verteidigungsministerium vom Norden gehackt
Der Ton zwischen den beiden Koreas ist in den vergangenen Wochen zunehmend rauer geworden, nachdem Nordkorea einen Atomtest (siehe Infobox) durchgeführt, den Nichtangriffspakt mit dem Süden aufgekündigt und mit Angriffen auf südkoreanisches Hoheitsgebiet gedroht hat. Auch eine Hotline, die Pjöngjang und Seoul bislang verbunden hat, wurde auf Befehl des nordkoreanischen Machthabers gekappt.
Dass Nordkorea Angriffe aus dem Netz beklagt, sei eine neue Entwicklung, berichtet die britische TV-Anstalt BBC. Üblicherweise gehen die Angriffe nämlich eher vom Norden aus. So habe Pjöngjang in den letzten Jahren mehrfach durch Cyberangriffe auf den Süden für Aufsehen gesorgt, berichtet der Sender. Dabei sei es Nordkorea zumindest einmal gelungen, in das Netzwerk des südkoreanischen Verteidigungsministeriums einzudringen.
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