Sa, 22. September 2018

Grober Irrglaube

11.01.2007 15:45

Rauchen macht gar nicht schlank!

Von wegen Rauchen macht schlank! Dieser beliebte Satz, den man vor allem von Rauchern hört, die ihre Sucht rechtfertigen wollen, stimmt so offenbar nicht, wie eine amerikanische Studie belegt. Im Gegenteil.

Eigentlich macht Rauchen sogar dick, nämlich dann, wenn man aufhört. Klingt unlogisch, ist aber so. Und wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt und es verstehen will, ist es gar nicht so schwer nachzuvollziehen.

Dass Raucher nach der letzten Zigarette zunehmen, wollen wir gar nicht leugnen. Auch das ist empirisch nachgewiesen. Die Ursache für die Extra-Kilos ist aber nicht der Nikotinentzug, sondern der regelmäßige Nikotinkonsum in der Zeit als Raucher. Das zeigt die Studie laut Wissenschaft.de.

Waren die Versuchsmäuse an Nikotin gewöhnt, ließen sie sich auch noch Wochen nach der letzten Dosis leichter von Futter verführen als Artgenossen, die kein Nikotin bekommen hatten. Der Grund dafür sind wahrscheinlich dauerhafte Veränderungen im Belohnungszentrum des Gehirns, die durch regelmäßigen Nikotinkonsum hervorgerufen werden.  

Demnach dämpft Nikotin den Appetit nur kurzzeitig, auf lange Sicht steigt er ständig weiter. Besonders der wiederholte Tabakkonsum erhöhe noch Wochen später den Drang nach Essen. 

Der größte Unsinn ist also, mit dem Rauchen anzufangen, um dadurch weniger zu essen!

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