Mehr als 30 Schlangen – darunter auch hochgiftige – sowie eine Echse wurden in einem leerstehenden Haus in Egg am Faaker See (Kärnten) gefunden.
Dieser Einsatz hat es in sich: In einem verwahrlosten Haus in Egg am Faaker See wurden insgesamt 36 Schlangen – 16 von ihnen hochgiftig – und eine Echse gefunden. Das bestätigen Polizei, Magistrat Villach und Reptilienexpertin Helga Happ gegenüber der „Krone“.
Ermittlungen laufen
In dem leerstehenden Haus lebten die Tiere in widrigsten Verhältnissen – teils unter toten Artgenossen, auch bereits verweste Tiere, Käfer und Maden wurden gefunden. Der Besitzer der Tiere wurde bereits ausfindig gemacht und vom Stadtpolizeikommando Villach kontaktiert: „Die Ermittlungen laufen“, heißt es von Stadtpolizeikommandant Erich Londer.
Völlig unklar ist noch, ob die Reptilien vor Ort gehalten oder lediglich „zwischengelagert“ wurden. Was jedenfalls feststeht: „Die Haltung von Giftschlangen ist in Kärnten strengstens verboten“, betont Happ, die die Tiere in solchen Fällen in ihrem Reptilienzoo aufnimmt – so auch jetzt. „Mehr kann ich dazu nicht sagen, das Verfahren läuft noch.“
Mehrere tote Tiere: „Schlangen in Plastikwannen“
Bei der Sicherstellung der Reptilien war die Polizei zwar vor Ort, zuständig ist allerdings der Magistrat Villach: „Das passierte bereits am 12. Juli. Das Haus, in dem die Schlangen gefunden wurden, steht leer und ist ziemlich heruntergekommen“, erzählt Magistratsdirektor Alfred Winkler.
„Die Schlangen waren in dem verlassenen Gebäude teils in Terrarien, teils in Plastikwannen untergebracht. Auch Skelette wurden gefunden und mindestens zehn tote Tiere“, so Winkler, der betont, dass zwar immer wieder Schlangen aufgefunden oder sichergestellt werden, Fälle „in dieser Form“ aber „äußerst selten“ seien.
Das Haus sei laut Winkler Teil eines größeren Bauprojektes, der Eigentümer der Baustelle habe die Tiere dort aber nicht untergebracht. Der Besitzer der Schlangen wurde bereits angezeigt.
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