Die Grünen haben den 1. Mai in Wien genutzt, um ihre Forderung nach einer Reichensteuer einmal mehr öffentlichkeitswirksam zu platzieren – und verbinden Kritik an der Regierung mit einem ungewöhnlichen Aktionsformat.
Am Wiener Praterstern veranstaltete die Partei eine „Umverteilaktion“, bei der ein Schätzspiel mit Reiskörnern die Verteilung von Vermögen veranschaulichen sollte. Für Besucherinnen und Besucher gab es den Reis – mit Curry – auch zum Mitnehmen. Inhaltlich stand jedoch eine klare politische Botschaft im Mittelpunkt: mehr Besteuerung großer Vermögen.
Parteichefin Leonore Gewessler kritisierte dabei scharf die bestehende Verteilung der Steuerlast. „Die Mitte der Gesellschaft zahlt – und ein paar Superreiche lehnen sich zurück. Von dieser Ungerechtigkeit haben wir die Nase voll“, erklärte sie.
Kritik am Budget der Regierung
Neben der grundsätzlichen Forderung nach einer Reichensteuer übten die Grünen auch deutliche Kritik am aktuellen Budgetvorschlag der Regierungsparteien. Gewessler betonte, dass bestimmte Gruppen besonders belastet würden: „Die Frauen zahlen drauf. Die Familien zahlen drauf. Aber die Millionen- und Milliardenerbschaften werden nicht angetastet.“
In einer Medieninformation verwies die Partei darauf, dass Arbeitseinkommen mit bis zu 50 Prozent besteuert würden. Gleichzeitig falle bei einer Erbschaft in Milliardenhöhe „kein einziger Cent Steuer“ an.
Forderung nach Umverteilung bleibt zentral
Mit der Aktion zum Tag der Arbeit unterstreichen die Grünen ihre langjährige Forderung nach stärkerer Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften. Die Inszenierung am Praterstern sollte dabei nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern auch die Debatte über Verteilungsgerechtigkeit neu anstoßen.
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