Hattmannsdorfer:

„Österreich wird gut durch die Erdölkrise kommen“

Innenpolitik
01.05.2026 15:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Österreich ist laut Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) gut auf eine mögliche Erdölkrise vorbereitet. Beim Diesel gebe es zwar Rückgänge, allerdings sei auch die Nachfrage gesunken, sagte der Minister am Donnerstag am Ölhafen Lobau in Wien.

„Deshalb gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass wir ausreichend Diesel zur Verfügung haben werden“, sagte der Minister. Bei Benzin sei das Land Netto-Exporteur. Bei Kerosin sei sichtbar geworden, „dass Österreich im Vergleich zu anderen Ländern besser aufgestellt ist. Weil wir 90 Prozent unseres Kerosins auch selbst produzieren“. Das eingerichtete Krisenkoordinationsgremium mit der Europäischen Kommission sei wichtig, da man im Flugverkehr von anderen Ländern abhängig sei. Österreich werde sich dort einbringen, kündigte der Wirtschaftsminister an.

Aus heutiger Sicht werde Österreich gut durch die Krise kommen. Dazu würde unter anderem die Pflichtnotstandsreserve beitragen, die auch in der Lobau verwaltet wird. Dort werden Kontingente auch für die Raffinierung und Marktzuführung freigegeben. Im vergangenen Jahr wurde laut Hattmannsdorfer ungefähr eine Million Tonnen Treibstoffe verlagert. Um einer Knappheit vorzubeugen, forderte er, dass Raffinerien in der EU offenlegen, wie sie für den Ernstfall vorbereitet sind. Zudem soll es eine Anzeigenpflicht an die Nachbarländer bei Stilllegungen geben. In den vergangenen 15 Jahren seien 25 Raffinerien in Europa geschlossen worden. „Das war ein riesengroßer Fehler“, sagte der Minister.

So wird die Notstandsreserve gelagert
Aktuell wird die Notstandsreserve in Wien, Linz, Lannach und in Triest gelagert. Die OMV erhielt im April eine Rohöltranche von 56.000 Tonnen von der Erdöl-Lagergesellschaft (ELG). Rund ein Viertel der bevorrateten Erzeugnisse sind im Eigenbestand der ELG. Der Rest seien Fremdbestände bei OMV, BP oder etwa Shell, sagte ELG-Geschäftsführer Michael Niklas. Der bevorratete Produktemix bestehe hauptsächlich aus Rohöl, zudem aus halbfertigen Produkten, Benzinen, Mitteldestillaten und Heizöl schwer (etwa für die energieintensive Industrie).

Niklas sagte ebenfalls, dass man wohl gut durch die Krise kommen werde. Bisher würden die Rohöllieferungen „ganz normal“ ankommen. Es gebe keine Ausfälle, etwa in Triest, sondern es werde normal in Österreich produziert.

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