Mi, 24. Oktober 2018

Krieg in Syrien

11.12.2012 11:38

Rebellenpanzer wird mit PlayStation-Controller gesteuert

Im syrischen Bürgerkrieg greifen die Rebellen offenbar auf immer ausgefallenere Selbstbau-Waffen zurück. Jetzt haben die Oppositionellen aus einem ausgedienten Auto einen Panzer gebaut, dessen 7,6-Millimeter-Maschinengewehr sich über einen Bildschirm aus dem Inneren des schweren Gerätes fernsteuern lässt - mit einem PlayStation-Controller. Ein YouTube-Video zeigt das improvisierte Kriegsgerät in Aktion.

Medienberichten zufolge soll ein oppositioneller Ingenieur unweit der Stadt Aleppo das Ungetüm gebaut haben. Etwa einen Monat lang habe er daran geschraubt, Kameras und Panzerung eingebaut und das Ganze dann mit einem TV-Gerät und einem PlayStation-Controller im Inneren ausgestattet. Mithilfe des Gamepads kann das 7,6-Millimeter-Maschinengewehr des syrischen Selbstbau-Panzers ferngesteuert werden.

Die Panzerung des Fahrzeugs besteht aus 2,5 Zentimeter dicken Stahlplatten und soll auch heftigem Beschuss standhalten. Insgesamt habe der Selbstbau-Panzer rund 10.000 US-Dollar gekostet, berichtet das Technik-Magazin "Wired". Wie im Video zu sehen ist, hat das Fahrzeug keine Fenster, sondern wird mithilfe der Außenkameras gesteuert. Die sind sowohl an der Front als auch am Heck des behelfsmäßigen Panzers montiert und liefern den Insassen Bildmaterial vom Kampfgeschehen.

Auch Drogenkartelle aus Mexiko nutzen Selbstbau-Panzer
Der Panzer, den die syrischen Rebellen "Sham 2" getauft haben, ist freilich nicht das erste selbst gebaute gepanzerte Fahrzeug, das im Bürgerkrieg eingesetzt wird. Wohl aber eines der technisch durchdachtesten. Der Vorgänger des Panzers verfügte noch nicht über das mittels PlayStation-Controller steuerbare Maschinengewehr, das die Oppositionellen nun gegen die Assad-treuen Regierungstruppen einsetzen wollen.

Selbstbau-Panzerwagen sind übrigens kein rein syrisches Phänomen. Derartige Fahrzeuge werden beispielsweise auch immer wieder von mexikanischen Drogenkartellen benutzt, berichtet das Magazin. Die Kartelle statten ebenfalls normale Autos mit Stahlplatten aus und verwenden sie als – teils bewaffnete - gepanzerte Mannschaftstransporter.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.