Der chinesisch kontrollierte Chiphersteller Nexperia baut seinen wichtigsten Produktionsstandort Hamburg für 200 Millionen Dollar (187 Millionen Euro) aus. Dort solle die nächste Generation von Halbleitern entstehen, teilte Nexperia am Donnerstag mit.
„Diese Investition stärkt unsere Position als führender Anbieter von energie-effizienten Halbleitern“, sagte Finanzchef Stefan Tilger.
Die Investition des Unternehmens, das sich seit 2018 im Besitz der chinesischen Wingtech befindet, ist ein seltenes Beispiel für eine Chipinvestition in Europa, die ohne staatliche Subventionen auskommt.
Nexperia kündigte die Erweiterungspläne vor dem Hintergrund angespannter Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und China an.
Die EU-Wettbewerbshüter prüfen, ob China die heimische Produktion bestimmter Chips für Autos und Haushaltsgeräte unfair subventioniert. Nexperia produziert jährlich 100 Milliarden solcher Chips, was fast einem Viertel des weltweiten Angebots entspricht.
Die Produktionsstandorte befinden sich in Europa, während die Montage und Verpackung in China, Indonesien und den Philippinen erfolgt.
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