So, 21. Oktober 2018

Offizielle Preise

17.10.2012 09:35

Microsofts Surface-Tablet ähnlich teuer wie Apples iPad

Microsoft wird sein erstes eigenes Tablet Surface entgegen früheren Gerüchten ungefähr so teuer wie Apples iPad verkaufen. Der Preis für die günstigste Version des Geräts mit Windows RT für ARM-Tablets wird wie bei Apple bei 499 Dollar (385 Euro) in den USA liegen. Allerdings soll es bei Microsoft dafür 32 Gigabyte Speicher statt der 16 GB beim billigsten iPad geben. Das Surface kommt mit dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 am 26. Oktober auf den Markt. Offizielle Euro-Preise gibt es derzeit noch nicht.

Microsoft bestätigte die Preise am Dienstag, nachdem die Angaben für kurze Zeit auf einer Website des Konzerns aufgetaucht waren. Für 599 Dollar gibt es demnach das Surface-Tablet samt "Touch Cover", das gleichermaßen als Schutzhülle wie Tastatur fungiert. Für weitere 100 Dollar wird der Speicher auf 64 Gigabyte aufgestockt. Windows-Chef Steven Sinofsky pries die Preise vor US-Reportern als "großartigen Deal", berichtete das Blog "All Things D". Keine Angaben machte der Konzern jedoch zum Preis für die teurere Surface-Version mit Windows 8 Pro.

In den vergangenen Monaten hatte es Gerüchte gegeben, Microsoft wolle seine Surface-Tablets deutlich billiger verkaufen, für 299 oder sogar nur 199 Dollar. Das ist der Preis, für den Amazon sein kleineres Tablet Kindle Fire HD verkauft. Allerdings räumt der weltgrößte Online-Einzelhändler auch offen ein, dass dieser Preis in Nähe der Produktionskosten liegt und er das Geld mit der Zeit durch den Verkauf von Büchern, Musik oder Filmen wieder einspielen will. Das günstigste Apple-Tablet ist in den USA das iPad 2 für 399 Dollar, das aktuelle Modell iPad 3 gibt es ab 499 Dollar.

Mit dem Surface wagt sich Microsoft - abgesehen von Computermäusen, Tastaturen oder auch Webcams - erstmals selbst in das Geschäft mit Computer-Hardware vor. Bisher überließ der weltgrößte Software-Konzern das den Herstellern und beschränkte sich weitgehend auf die Rolle des Software-Lieferanten. In der IT-Branche wird mit Spannung beobachtet, wie sich der Vorstoß auf das Verhältnis der Partner auswirkt.

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