Suche nach Danka

Falsche Fahndung in Wien: „Durchlebe die Hölle“

Wien
05.04.2024 05:54

Die Wienerin Frau S. wurde fälschlicherweise der Entführung bezichtigt. Auf eine Entschuldigung wartet sie noch. Nun spricht sie mit der „Krone“ über die Fahndung nach ihr und ihrer Tochter.

Durch unglückliche Umstände wurde der mittlerweile bestätigte Tod der zweijährigen Danka aus Serbien ein rot-weiß-roter Kriminalfall. Wie berichtet, hatte Dankas Mutter ihre entführte Tochter auf einem Video in Wien erkannt. Die vermeintliche Entführerin: Frau S.

In der Zeitschrift „Kosmo“ berichtete S. bereits, wie sie von der Fahndung erfahren hat. Gegenüber der „Krone“ legt die Wienerin jetzt noch einmal nach.

Die kleine Danka aus Serbien wurde über eine Woche lang vermisst, mittlerweile ist es traurige Gewissheit: Das Mädchen ist tot. (Bild: AFP/www.interpol.int)
Die kleine Danka aus Serbien wurde über eine Woche lang vermisst, mittlerweile ist es traurige Gewissheit: Das Mädchen ist tot.

„Krone“: Frau S., mittlerweile ist es traurige Gewissheit: Die kleine Danka ist tot. Wie haben Sie davon erfahren, und wie geht es Ihnen, nachdem Ihr Schicksal ja unweigerlich mit jenem des Mädchens verbunden ist?
S.: Ich bin schockiert. Gleich auf mehreren Ebenen. Ich selbst bin eben erst von der Arbeit nach Hause gekommen. Polizeibeamte haben mich darüber informiert, dass man Danka jetzt anscheinend gefunden hat. Ich bin aber auch noch immer darüber schockiert, dass man europaweit fälschlicherweise nach mir gefahndet hat.

Hat sich die serbische Polizei wegen des Missverständnisses schon entschuldigt?
Nein. Ich hab noch nichts gehört.

Erwarten Sie sich eine Entschuldigung?
Ich würde schon gerne wissen, wie es dazu kommen konnte. Meine Tochter sieht doch ganz anders aus und ist auch ein Jahr älter. Ich weiß nicht, wie man diese beiden Kinder verwechseln kann. Unabhängig davon war ich seit Jahren nicht in Serbien. Ich bin gebürtige Rumänin und lebe und arbeite seit 2015 in Österreich.

Seit wann wissen Sie genau, dass nach Ihnen gefahndet wurde?
Wir waren zu Ostern bei Freunden in Wels eingeladen. Dann haben mich Arbeitskollegen angerufen, die auch meine Tochter kennen. Sie meinten, dass international nach mir und meiner Mutter gefahndet wird. Ich wollte das Missverständnis eh aufklären. Aber wirklich geholfen hat man mir da nicht. Ich durchlebe seit Sonntag die Hölle! Ich möchte nur, dass alle wissen: Wir sind keine Verbrecher, haben kein Kind entführt!

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