„Krone“-Kommentar
NATO-Soldaten in der Ukraine
Ist es schon so weit? Drei Regierungen - Frankreich, Britannien, Polen - haben es öffentlich gemacht, dass NATO-Soldaten bereits in der Ukraine stehen und sie denken auch laut über NATO-Kampftruppen nach.
Drei Regierungen nehmen sich also das Recht heraus, die NATO in einen Krieg gegen Russland zu schicken. Denn es besteht ein himmelhoher Unterschied zwischen (leider zu wenigen) Waffenlieferungen und zwischen Kampftruppen, zwischen Unterstützung (der Ukraine) und Eintritt in einen Krieg (gegen die Russen).
Die stufenweise Eskalation im Ukrainekrieg war leider vorauszusehen. Es ist verhängnisvoll, wenn fehlerhafte Zögerlichkeit bisher durch späte Forschheit wettgemacht werden soll. So schlittert man in den wirklich großen Krieg, den dann niemand gewollt haben will. Geht jetzt der gesunde Menschenverstand verloren?
Ja! Russland ist ein Aggressor und die Ukraine verteidigt ihr Land, aber Emotionen sind ein schlechter Ratgeber. Es ist typisch, dass die Generäle die Politiker bremsen wie der abgesetzte Generalstabschef Walerij Saluschnyj den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (Der General wird nun Botschafter in London, weil er dort gute Kontakte zur militärisch-politischen Elite hat und Selenskyj ihn weit weg haben will).
Sollte ich je in die Zwangslage kommen, zwischen „Hasenfuß“ Olaf Scholz und den Scharfmachern Emmanuel Macron, David Cameron, Radoslaw Sikorsky entscheiden zu müssen, ich würde dann Scholz wählen.









Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.