Microsoft und NBC Universal hatten sich 1996 zusammengetan und den Nachrichtensender MSNBC samt der passenden Website MSNBC.com aus der Taufe gehoben. Es war damals erst der zweite Nachrichtensender in den USA überhaupt nach dem 1980 gegründeten Sender CNN. Der konservative Murdoch-Kanal Fox News steckte gerade in der Planung.
MSNBC.com wurde schnell zu einer der reichweitenstärksten Nachrichten-Websites im Internet. Zwischen 1997 und 2001 gab es auch einen deutschsprachigen Ableger in Kooperation mit dem ZDF. 2005 zog sich Microsoft beim Fernsehsender zurück, behielt aber seinen Anteil am Webportal.
Nun konzentriert sich Microsoft auf sein eigenes Portal msn.com und seine Suchmaschine Bing. Internet-Spartenchef Bob Visse versprach im msn-Blog Neuerungen für den Herbst. Nach der Loslösung vom exklusiven Partner NBC ist Microsoft frei, Kooperationen mit anderen Inhaltelieferanten einzugehen und eine eigene Redaktion aufzubauen. Davon sollen auch die Nutzer von Windows-Smartphones mit der Bing-Nachrichten-App profitieren.
Bei MSNBC.com läuft zunächst alles weiter wie gehabt - bis auf eine Ausnahme: "Wir sind jetzt NBCNews.com", begrüßte das Portal zu Wochenbeginn seine Leser. Neben MSNBC TV sind auch andere Programme der Senderkette NBC auf dem Portal vertreten. Ab dem kommenden Jahr soll unter dem alten Namen MSNBC.com eine Website rein für den Nachrichtensender entstehen.
Nach Informationen der "New York Times" hat NBC für den Microsoft-Anteil an dem beliebten Portal rund 300 Millionen Dollar (246 Millionen Euro) gezahlt. Die Firmen selbst äußerten sich nicht dazu.
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