Google-Boss über KI:

„Es wird eine ganz neue Art von Berufen entstehen“

Web
24.02.2024 12:06

Der Vorstandschef des Google-Mutterkonzerns Alphabet, Sundar Pichai, hält ein weltweites Regelwerk für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für notwendig. „Wir brauchen internationale Regeln für die künstliche Intelligenz. Deshalb sollten wir über ein transatlantisches Rahmenwerk nachdenken, oder noch besser: ein globales Rahmenwerk“, sagte Pichai.

Der Unternehmenschef begrüßte gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ das geplante KI-Gesetz der EU. „Der AI Act schafft in seiner jetzigen Form ein gutes Gleichgewicht zwischen Innovation und verantwortungsvollen Schutzmaßnahmen. Dieses Gleichgewicht sollte auf dem Weg durch den weiteren Gesetzgebungsprozess bewahrt bleiben“, sagte Pichai.

„AI Act“ der EU auf der Zielgeraden
Unterhändler vom Europaparlament und EU-Länder hatten sich im Dezember nach langen Verhandlungen auf eine Regulierung von KI geeinigt. Anfang Februar stimmten auch Vertreter der EU-Staaten dem Vorschlag zu. Nun fehlt noch die Billigung des EU-Parlaments.

Künftig sollen KI-Systeme in verschiedene Risikogruppen eingeteilt werden. Je höher die potenziellen Gefahren einer Anwendung sind, desto höher sollen die Anforderungen sein. Die Hoffnung ist, dass die Regeln weltweit Nachahmer finden.

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Wir werden Menschen brauchen, die den großen Sprachmodellen die richtigen Fragen stellen.

(Bild: AFP)

Google-Chef Sundar Pichai

Auf die Frage, ob nicht viele Arbeitsplätze durch Künstliche Intelligenz verschwinden werden, antwortete Pichai: „Zunächst einmal glaube ich, dass künstliche Intelligenz neue Arbeitsplätze schaffen wird.“ So werde man zum Beispiel Menschen brauchen, „die den großen Sprachmodellen die richtigen Fragen stellen. Es wird eine ganz neue Art von Berufen entstehen. Aber natürlich werden auch bestimmte Arbeitsplätze verdrängt. Deshalb müssen wir als Gesellschaft an der Qualifizierung arbeiten und sicherstellen, dass wir Menschen bei Bedarf umschulen. Wir müssen Sicherheitsnetze einrichten.“

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