FMA warnt:

Finanzbetrug über soziale Netzwerke nimmt stark zu

Digital
25.02.2026 15:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Finanzbetrug über soziale Netzwerke nimmt laut der heimischen Finanzmarktaufsicht (FMA) massiv zu. Die Zahl der Betrugsfälle, bei denen die Anbahnung über soziale Medien erfolgt ist, habe sich im Vorjahr auf 134 Fälle verdoppelt, sagte FMA-Vorstand Helmut Ettl am Mittwoch. Die Anbahnung von Finanzbetrug über andere Kanäle sei dagegen eher stabil geblieben.

„Finanzbetrug via Social Media ist derzeit der am schnellsten wachsende Bereich“, sagte Ettl. Gleichzeitig seien die Social-Media-Plattformen „erstaunlich wenig engagiert, dieses Phänomen einzudämmen“. Es sei einfacher, beispielsweise einen Deepfake des Bundespräsidenten auf eine Plattform zu stellen, als ein gefälschtes FMA-Profil löschen zu lassen, so der FMA-Vorstand.

Betroffen seien von Finanzbetrug alle Altersschichten – nicht nur Ältere, wie häufig vermutet werde – und die Schäden könnten in Einzelfällen bis in den sechsstelligen Bereich gehen.

FMA will „Trusted Flagger“ werden
Um dem entgegenzuwirken, will sich die FMA einen Status als „Trusted Flagger“ – also als vertrauenswürdiger Hinweisgeber – geben lassen. Das sei im Rahmen des EU-Gesetzes über digitale Dienste (Digital Service Act/DSA) möglich. Als „Trusted Flagger“ müssten die Anliegen der FMA bezüglich illegaler Inhalte auf den Plattformen vorrangig bearbeitet werden.

Ettl hofft mit diesem zusätzlichen Hebel auf eine bessere Effektivität bei der Bekämpfung von Finanzbetrug in Österreich. Erfahrungen aus Irland hätten gezeigt, dass 99 Prozent der Anliegen eines Trusted Flagger innerhalb von zwei bis drei Tagen behandelt würden.

Ein Problem sei auch die Bewerbung betrügerischer Inhalte über Google Ads, so Ettl. Hier plädiert die FMA für eine Meldepflicht für die Werbung von Finanzdienstleistungen. Das heißt, dass vor der Werbeschaltung verifiziert werden muss, wer diese Finanzwerbung schaltet. In anderen EU-Ländern gebe es eine solche Pflicht, in Irland habe diese Maßnahme bereits sehr gut gewirkt. Viele Betrugsanzeigen würden dort gar nicht mehr gespielt.

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