Der 54-Jährige startete seine politische Karriere in seiner Heimatgemeinde Kundl, wo er auch Bürgermeister wurde. 1986 war er in den Gemeinderat eingezogen. 2002 trat er nach heftiger Kritik am damaligen SPÖ-Chef Herbert Prock dessen Nachfolge an der Spitze der Tiroler SPÖ an.
Am 3. Juli 2002 wurde der gelernte Exekutivbeamte als Landeshauptmann-Stellvertreter angelobt. 2008 fuhr die Tiroler SPÖ bei den Landtagswahlen massive Verluste ein, sie stürzte von 25,85 Prozent auf 15,46 ab. Gschwentner stellte im Landesparteivorstand die Vertrauensfrage und blieb schließlich Parteivorsitzender. Bei der heurigen Innsbrucker Gemeinderatswahl hatte die SPÖ einen Verlust von 5,1 Prozentpunkten hinnehmen müssen und war nur mehr auf 14,5 Prozent gekommen.
Gerhard Reheis hat den Rücktritt von Landeshauptmannstellvertreter Hannes Gschwentner vom Parteivorsitz in einer ersten Reaktion als "überraschenden Schritt" bezeichnet. Er sei froh über das "große Vertrauen", das ihm vom 28-köpfigen Parteivorstand entgegengebracht worden sei, um die "kommenden Monate zu bewältigen", meinte der 57-jährige Reheis, der bis zu einem "späteren Parteitag" geschäftsführend im Amt sein werde.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.