Haushalt-Job-Kinder

Dreifach-Belastung: Frauen haben’s schwerer

Leben
31.05.2005 15:22
Frauen übernehmen in der Regel nicht nur den Hauptanteil der Kinderbetreuung, sondern ein Großteil von ihnen ist auch noch berufstätig. Als größte Probleme sehen berufstätige Mütter die Organisation der Kinderbetreuung, die Dreifachbelastung Job-Kinder-Haushalt sowie die mangelnde Zeit für die Familie, wie eine Markant-Studie zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf herausgefunden hat.

In Österreich sind 90 Prozent der Erziehenden Frauen - nur mickrige zehn Prozent sind Männer! 69 Prozent der weiblichen Erziehenden sind neben der Kinderbetreuung auch noch berufstätig. Die dreifache Belastung im Haushalt, bei der Erziehung und im Beruf ist also eine Last, die hauptsächlich Frauen auf ihre Schultern nehmen müssen.

Wien ist anders
Während die Betreuung der Kinder für fast die Hälfte (48 Prozent) der berufstätigen Mütter ein großes Problem darstellt, sehen dies lediglich 27 Prozent der männlichen Erziehenden so. Wiener Erziehende nennen weniger oft die Kinderbetreuung als Problem als dies in den übrigen Bundesländern der Fall ist. Insgesamt setzt den Erziehenden in der Bundeshauptstadt aber die Dreifachbelastung mehr zu. 

Hälfte hat Teilzeit-Jobs
Rund 50 Prozent der berufstätigen Erziehenden arbeitet neben der Kinderbetreuung in Teilzeit-Jobs, wobei hier der Frauenanteil wesentlich höher liegt als jener der Männer. 
Nur knapp ein Drittel steht in einem Vollzeit-Dienstverhältnis, acht Prozent sind selbstständig bzw. freie Dienstnehmer. 

Bessere Voraussetzungen gefordert
Etwa jeder zwölfte Betroffene will zwar grundsätzlich weniger arbeiten, gleichzeitig können es sich aber 22 Prozent vorstellen, mehr zu arbeiten, wenn dafür die nötigen Voraussetzungen (Kinderbetreuungsmöglichkeiten und bessere Öffnungszeitenregelungen bei Kindergärten/Krippen) entsprechend verbessert würden.

Interesanntes Detail der Studie: Die Betroffenen empfinden ihre eigene Lage als weniger problematisch, als dies Außenstehende tun.

Die Markant Unternehmensberatung GmbH hat für die Studie österreichweit repräsentativ 500 Erziehende telefonisch befragt.

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