Urlaub in Europa

So urlauben die Österreicher heuer

Reisen & Urlaub
28.05.2005 20:47
Weniger ist mehr: Das scheint heuer das Motto der österreichischen Urlauber zu sein. Gegenüber den Vorjahren fahren heuer weniger in den Sommerurlaub, dafür geben jene, die fahren, mehr Geld aus. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie im Auftrag der Notfall- und Serviceorganisation Europ Assistance, zu der mehr als 3.500 Personen in sieben Ländern über ihre Urlaubspläne und Reisegewohnheiten befragt wurden.

Obwohl die Fernreise-Pläne bei den Österreichern im Vergleich zum Vorjahr von 8 auf 14 % wieder eindeutig gestiegen sind, boomt der Urlaub in Europa. 69 % der Österreicher möchten ihren Sommerurlaub in einem europäischen Land verbringen, am liebsten am Meer: 71 % der Österreicher zieht es an den Strand, dagegen nur 26 % aufs Land, 19 % in die Berge, 12 % in eine Stadt.

Nur 28 % hält es in Österreich selbst - im Gegensatz zu 2004, wo noch 45 % der Befragten angaben, im eigenen Land urlauben zu wollen. 

Österreicher reisen mit dem eigenen Auto
Das eigene Auto oder Motorrad ist das Transportmittel Nummer 1 für Österreicher, um in den Urlaub zu fahren. Auch das Flugzeug gewinnt mit 37 % an Bedeutung.

Die Mehrheit urlaubt zwei Wochen
Europaweit nehmen 42 % der Befragten den Urlaub in einem Block, 19 % verteilen ihn über den Sommer. Ähnlich sieht die Aufteilung in Österreich aus: Nur 13 % der Befragten haben die Absicht, öfter als einmal auf Urlaub zu gehen. Die Mehrheit der Österreicher urlaubt eine Woche (44 %) beziehungsweise zwei Wochen (42 %). Der europäische Durchschnitt liegt hier eindeutig bei zwei Wochen mit 42 % - nur 13 % gönnen sich drei Wochen oder noch mehr (11 %) Urlaub.

Österreicher gehen auf Nummer sicher
Wegen des Tsunami und den vielen Terroranschlägen ist Sicherheit im Urlaubsland für die Österreicher mehr denn je ein Auswahlkriterium für das Reiseziel. Das fängt schon bei der Vorbereitung an. So gehört Österreich (74 %) zu jenen Nationen, in denen der Urlaub zeitgerecht geplant wird. Nur 24 Prozent der Österreicher sind Last-Minute-Bucher.

Angst vor Terror und Katastrophen
Laut Europ Assistance-Studie sind die Österreicher bei der Auswahl des Urlaubslandes besonders vorsichtig: Die Möglichkeit eines Terroranschlages (52 %), Gesundheitsrisiken (52 %) das Risiko sozialer Unruhen (42 %) oder das Risiko einer Naturkatastrophe (37 %) spielen eine große Rolle. Der europäische Durchschnitt liegt hier deutlich darunter (Terroranschlag 40 %, Gesundheitsrisiko 43 %, soziale Unruhen 27 %, Naturkatastrophen 28 %).

Urlaub dient der Entspannung
Relaxen ist noch immer das vorrangigste Ziel in den "Ferien" - fast für die Hälfte der Befragten gehört Entspannung zum idealen Urlaub. Nur für die Engländer und Franzosen ist das Zusammensein mit der Familie oder mit Freunden noch wichtiger. Den Österreichern ist der "soziale Aspekt" mit 25 % vergleichsweise wenig wichtig. Auch das Entdecken von neuen Kulturen wird von unseren Landsleuten mit 25 % - im Vergleich zum europäischen Durchschnitt mit 42 % - niedrig bewertet. Dafür sind die Österreicher mit 24 % sportlicher im Urlaub unterwegs als die anderen Europäer (14 %).

Das Reisebüro ist Anlaufstelle Nummer 1 in puncto Buchungen: Fast 60 Prozent der Österreicher vertrauen auf die Reisespezialisten, 24 Prozent buchen über Internet und 23% kontaktieren direkt Hotels oder Fluglinien.

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