Anlässlich von Straßenfesten im Stadtteil Brooklyn hat die New Yorker Polizei am Wochenende auch auf Überwachungsdrohnen gesetzt. Im Fokus standen Menschenmengen, die sich zu J‘ouvert versammelten. Das Fest hat seinen Ursprung in der Karibik, in New York feiert die karibischstämmige Diaspora rund um den Karnevalsumzug zum West Indian American Day am Montag die Emanzipation von der Sklaverei.
„Wenn uns ein Anrufer über eine große Menschenmenge oder Party in einem Hinterhof informiert, werden wir nach dem Rechten schauen“, sagte der stellvertretende NYPD-Chef Kaz Daughtry bei einer Pressekonferenz. Mit den Drohnen werde die Abwägung getroffen, ob und wie viele Einsatzkräfte an einen bestimmten Ort geschickt würden. Am Rande von J‘ouvert-Veranstaltungen kommt es immer wieder zu Waffengewalt.
Während sich New Yorks Bürgermeister Eric Adams für den Einsatz der Technologie aussprach, warnten Experten vor möglichem Missbrauch und verfassungsrechtlichen Verstößen. Bürgerrechtler kritisierten die Pläne zu J‘ouvert außerdem als ethnisches Profiling.
„Dystopisch“
„Der Einsatz von Überwachungsdrohnen über New Yorkern, die mit ihren Freunden und Familien J“ouvert feiern, ist diskriminierend und macht uns nicht sicherer“, sagte Daniel Schwarz von der New Yorker Civil Liberties Union laut „New York Times“ in einem Statement. Er nannte das Vorgehen „dystopisch“ und forderte strengere Richtlinien für die Beamten. Diese seien nötig, weil die New Yorker Polizei in der Vergangenheit ausdrücklich Menschen mit schwarzer und brauner Hautfarbe überwacht und kontrolliert habe.
Es ist nicht das erste Mal, dass die New Yorker Polizei mit Drohnen arbeitet. Anfang August kamen sie nach der aus dem Ruder gelaufenen Aktion zweier Internet-Stars in Manhattan zum Einsatz. An den Stränden der Millionenmetropole wird auf diese Weise nach Haien Ausschau gehalten. Und bei der Pride Parade im Juni informierten Drohnen Teilnehmer darüber, dass es an der Zeit sei, nach Hause zu gehen.










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