Ihr Gefühl täuschte eine Linzerin nicht: Sie wurde verfolgt. Und zwar von der Polizei, die sie nach einer Verkehrsübertretung jagte, weil sie nicht stoppen wollte.
Das hätte auch ganz anders ausgehen können! Eine wilde Verfolgungsjagd lieferte eine 50-jährige Linzerin der Polizei am Freitagvormittag – die auf Schienen und mit durch das Rütteln ausgelösten Airbags endete.
Los ging alles am Bulgariplatz, wo Polizisten beobachteten, wie ein kleiner roter Skoda trotz Rotlichts über eine Ampel zischte – und das mit viel zu hohem Tempo. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und wollten die Lenkerin zum Anhalten bewegen. Doch das veranlasste die 50-Jährige nur, noch mehr aufs Gas zu steigen. Auf Verkehrszeichen oder Ampeln achtete sie dann offenbar gar nicht mehr, flüchtete über die Gürtelstraße Richtung Lastenstraße und überfuhr mehrere Ampeln, die auf Rot standen.
Baustellenzaun durchschlagen
Die Verfolgung ging weiter über eine Grünfläche, die durch einen Baustellenzaun umrandet war - der hat jetzt ein Loch, das der Skoda hineingeschlagen hatte. Auch der nachfolgende Polizeiwagen wurde durch den Zaun beschädigt.
Schließlich stoppte sich die 50-Jährige selbst, als sie auf einen Schienenstrang fuhr und durch das Rütteln beide Airbags auslösten. Sie hielt an und wurde von den Polizisten aus dem Auto geholt. Ihre Verletzungen sind leicht – Prellungen durch den Airbag. Zum Motiv befragt, warum sie diese halsbrecherische Fahrt hingelegt hatte, meinte die Linzerin nur: „Ich habe mich verfolgt gefühlt.“ Aber schon, bevor hinter ihr das Blaulicht aufgeleuchtet hatte – sie wird jetzt medizinisch betreut.
Auf Güterweg geflüchtet
Und auch in Niederneukirchen kam es am Freitag zu einer Verfolgungskagd zwischen einer 43-Jährigen und der Polizei. Polizisten nahmen gegen 13:50 Uhr in Witzersdorf einen neben der Haslacher Straße abgestellten Pkw wahr und wollten diesen kontrollieren. Noch bevor es zu einer Kontrolle der 43-jährigen Lenkerin aus dem Bezirk Rohrbach kam, beschleunigte diese ihren Wagen und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit Richtung Sankt Peter am Wimberg. In Pehersdorf bog die Frau links in einen Güterweg ab und kam dort auf Grund der zu hohen Geschwindigkeit kurz rechts von der Fahrbahn ab.
2,8 Promille Alkohol intus
Anschließend fuhr sie wieder zurück auf den Güterweg Richtung Pehersdorf weiter. Die Lenkerin ignorierte sämtliche Anhalteversuche der Polizeistreife. Nachdem sie im Bereich Güterweg Bairach nochmals kurz von der Fahrbahn abkam und eine Schneestange beschädigte, konnte die Frau schließlich kurz nach dem Bahnhof in Neufelden gestoppt werden. Ein durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von 2,8 Promille. Der Führerschein konnte der Frau nicht abgenommen werden, da ihr dieser bereits vor längerer Zeit entzogen wurde.
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