Ihre Nahrung und ihr Lebensraum verschwinden, und auch das heiße und trockene Klima hat ihnen heuer massiv zugesetzt. Tausende Igel drohen jämmerlich zu verhungern, oder im Winter zu verenden. Die Igelhilfe Steyregg sucht dringend nach Tierfreunden, die einen kleinen Stachler sicher ins neue Jahr bringen wollen.
Bunte Blätter und kühleres Wetter zeigen ganz klar: Der Herbst ist da. Wie jedes Jahr geht auch die Tierwelt mit dem Wandel der Jahreszeiten, und Igel bereiten sich für den Winterschlaf vor. Doch das ist oft leichter gesagt als getan. „Wegen der Hitze heuer im Sommer haben viele Igel entweder kaum Reserven aufbauen können oder erst sehr spät Junge bekommen. Die haben jetzt keine Chance mehr, sich genug Gewicht für den Winterschlaf anzufressen und drohen kläglich zu verhungern“, warnt Ulrike Aglas von der Igelhilfe Steyregg.
Winterquartier ist voll
Vor rund zehn Jahren hat sie mit zwei Igeln angefangen, nun bietet sie einer niedrigen dreistelligen Anzahl von Igeln auf ihrem weitläufigen Grundstück im Winter Kost und Logis – und doch quillt ihre Auffangstation auch heuer über.
Brauchen nicht viel
„Wir suchen dringend Menschen, die einen Igel bei sich überwintern können“, so die Freiwillige. Dazu braucht es nicht viel: Schon eine sonnengeschützte Box auf dem Balkon oder ein Hasenstall mit Stroh, täglich frischem Futter und Wasser reichen aus. Auch ein Freigehege kann man den kleinen Wuslern bauen – genauere Infos dazu gibt es von der Igelhilfe Steyregg, die unter 0677 180 55010 (per WhatsApp oder SMS) erreichbar ist.
Sind reine Fleischfresser
Wer den niedlichen Stachlern in seinem Garten helfen will, kann das aber auch auf andere Art tun: „Zufüttern sollte man das ganze Jahr. Am besten eignet sich Katzentrockenfutter für Kitten“, so die Expertin. Denn: Anders als viele vermuten, sind Igel reine Fleischfresser. „Igel sind oft in der Nähe von Äpfeln oder anderem Fallobst unterwegs, weil sie dort Insekten finden, die sie fressen. Obst oder auch Schnecken fressen sie nur in großer Verzweiflung, bevor sie verhungern“, betont Aglas.
Wer braucht Hilfe?
Eine gute Faustregel: Passt der Igel in eine Handfläche, oder ist etwa so groß wie ein Paprika, ist er zu klein, um draußen zu überleben.
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