Bereits seit September gibt es vielerorts Kekse, Weihnachtsdeko und Co. zu kaufen. Doch nur die wenigsten Kunden wollen einen derart frühen Verkaufsstart des Weihnachtsgeschäfts. Wieso der Handel die Artikel dennoch schon im Herbst anbietet, erklärt JKU-Forscher Christoph Teller.
Es geht gefühlt jedes Jahr früher los: Schon seit September zieren in vielen Geschäften Christbaumkugeln, Kekse und Co. die Regale. Bei Kunden stößt das auf wenig Gegenliebe: 79 Prozent der Österreicher wünschen sich, dass Weihnachtssüßigkeiten und -dekorationen frühestens ab November angeboten werden, wie eine Studie der Linzer Johannes Kepler Universität (JKU) ergibt. Nur zwei bis drei Prozent wollen bereits im September für Weihnachten shoppen. Auffallend ist zudem: Ältere Konsumentinnen und Konsumenten wollen Weihnachten grundsätzliche später in den Regalen sehen als jüngere.
Spannungsfeld für den Handel
Für den Handel sei das ein Spannungsfeld, meint Christoph Teller vom Handelsinstitut der JKU. Denn der Wunsch nach einem späteren Verkaufsstart bedeute nicht, dass früher angebotene Weihnachtsartikel nicht gekauft werden. Ein früheres Angebot könne zusätzliche Kaufanlässe schaffen – selbst wenn Konsumenten eigentlich einen späteren Verkaufsstart bevorzugen.
„Wer zu spät startet ...“
„Wer zu früh startet, bindet wertvolle Verkaufsfläche und verdrängt damit unter Umständen andere, ertragreichere Sortimente. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass das Besondere von Weihnachten im Alltag untergeht. Wer zu spät startet, überlässt frühe Kaufanlässe der Konkurrenz“, sagt Teller. Entscheidend ist für den Handelsforscher, dass Geschäfte die richtige Sortimentsintensität zum richtigen Zeitpunkt finden.
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