Eine Branche steht kopf. In allen Bereichen werden Mitarbeiter benötigt, besonders fehlt es an diplomierten Mitarbeitern. Das Burgenland greift mit einem regionalen System einem Notstand rechtzeitig vor.
Gesundheits- und Krankenpfleger – herausfordernde Berufe mit Zukunft. Was sich für Branchenkenner längst abgezeichnet hatte, setzt nun den Markt in ganz Österreich unter Druck: Personalmangel an allen Ecken und Enden. Das Burgenland bleibt von der kritischen Entwicklung noch weitgehend verschont.
„Pflege muss sichergestellt bleiben. Dieses immer wichtiger werdende Thema haben wir zu einem Schwerpunkt unserer Arbeit gemacht“, betont Soziallandesrat Leonhard Schneemann. Das Anstellungsmodell sei der erste Schritt gewesen, mit der Fixierung der Pflegestützpunkte habe das Land den nächsten Meilenstein gesetzt.
Als einziges Bundesland gehen wir bei der Pflege neue Wege, während die Bundesregierung keine Reform zustande bringt.
Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ)
System wird neu organisiert
Konkret wird mit diesem regionalen System der „Mittelbau“ der Pflege komplett neu organisiert. Das betrifft die Hauskrankenpflege, die vielfältigen Formen des betreuten Wohnens, die Seniorentagesbetreuung sowie die Pflege- und Sozialberatung. Dabei wird das Burgenland in 28 Regionen unterteilt, mit insgesamt 71 Pflegestützpunkten.
„So werden nicht nur Kosten gespart, das neue Modell soll genauso die Versorgung der Pflegebedürftigen absichern und eine hohe Qualität langfristig gewährleisten“, erklärt Schneemann. Qualität in der Pflege bedeutet aber ebenso mehr Personal. Großer Pluspunkt: der für die Region zuständige Betreiber muss Versorgungssicherheit gewährleisten. Dazu bringt die Jobrotation eine Erleichterung für Mitarbeiter. Dennoch suchen Organisationen wie die Caritas neben Pflegeassistenten vor allem diplomiertes Personal.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.