Aufstocken von Truppen

Der Kreml erlässt neuen Rekruten die Schulden

Außenpolitik
26.05.2026 06:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die russische Regierung wirbt erneut für Rekrutinnen und Rekruten. Wer ab dem 1. Mai einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium geschlossen hat, wird samt Ehepartnerin beziehungsweise Ehepartner von Schulden in der Höhe von bis zu zehn Millionen Rubel (umgerechnet 139.700 Dollar) befreit.

Das teilte der Kreml am späten Montagabend mit. Voraussetzung sei, dass vor dem 1. Mai bereits ein rechtlicher Anspruch auf Eintreibung der Schulden bestand. Zudem müsse der Vertrag für mindestens ein Jahr unterzeichnet werden, hieß es. Die erlassene Summe entspricht laut der Immobiliendatenbank Cian ungefähr dem Preis für eine 35 Quadratmeter große Einzimmerwohnung in Moskau.

Das Gesetz ergänzt bereits bestehende Maßnahmen wie hohe Prämien oder eine bevorzugte Zulassung an Hochschulen. Der russische Präsident Wladimir Putin verlängerte auch die Pachtrechte für staatliches Land für Kämpferinnen und Kämpfer in der Ukraine auf unbestimmte Zeit. 

USA wollen weiter vermitteln
Am Montagabend ist bei schweren russischen Luftangriffen im Osten der Ukraine mindestens ein Mensch getötet worden. Viele weitere wurden verletzt. Die russische Führung hatte Menschen aus dem Ausland und Diplomatinnen sowie Diplomaten aufgefordert, Kiew so schnell wie möglich zu verlassen. Die russischen Streitkräfte würden systematische Schläge gegen militärische und politische Entscheidungszentren in der Hauptstadt beginnen, hieß es aus dem Außenministerium.

Außenminister Sergej Lawrow rechtfertigte das Vorgehen in einem Gespräch mit seinem US-Kollegen Marco Rubio als Reaktion auf ukrainische Angriffe gegen Zivilpersonen. Der Kriegsgegner wies das zurück. Rubio sagte, dass die USA weiter im Krieg vermitteln wollten. „Jedes Mal, wenn man diese massiven Angriffe der einen oder anderen Seite sieht, ist dies eine mahnende Erinnerung daran, warum dies ein schrecklicher Krieg ist. Er muss beendet werden. Die USA stehen bereit und sind gewillt, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ein Ende dieses Krieges zu erleichtern – hoffentlich wird sich zu gegebener Zeit die Gelegenheit dazu ergeben“, sagte er.

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