Vor zehn Jahren wurde das erste österreichische SMS versandt. Zunächst war das Service nur zur Benachrichtigung über Sprachbox-Nachrichten geplant. Aber die Kurzmitteilung erlebte einen regelrechten Siegeszug.
Heute sind SMS aus der digitalen Kommunikationnicht mehr wegzudenken, Ärzte berichten von "SMS-Daumen"als Volkskrankheit. Jede Österreicherin bzw. jeder Österreicherversendet rund 7,4 SMS pro Woche. "Bitte um Rückruf", lauteteder sehr trockene, doch prägnante Inhalt des Premiere-SMS.Erst ein halbes Jahr zuvor, bei der IFABO im September 1994, wurdedas erste Handy vorgestellt, mit dem der SMS-Versand möglichwurde: das Nokia 2110. Zuvor konnten nur wenige SpezialgeräteSMS empfangen, SMS versenden konnte noch keines.
Damals ahnte wohl noch niemand, welchen großenBoom dieses "Short Message Service" in den folgenden Jahren auslösenwürde. Als 1995 auch der Versand von SMS für den Usermöglich wurde, waren die Inhalte noch meist geschäftsbezogenund so kurz wie möglich gehalten. Keine Spur noch von Icons,Smilies oder SMS-Abkürzungen. Mit der Entwicklung von komfortablerenEingabemöglichkeiten (T9)für die Buchstaben entwickeltensich auch die SMS-Sendezahlen sehr stark.
Im Gegensatz zu früher verschicken die Userheute am liebsten persönliche Inhalte wie z.B. Freundschafts-oder Liebesbotschaften (33 %), Vereinbarungen für Treffen(26 %) und Mitteilungen darüber, was man gerade macht (19%). Nur mehr 7 % der SMS sind rein beruflicher Natur. SMS istmittlerweile die Grundlage für zahllose mobile Services:vom Ausfüllen eines Parkscheins (m-Parking) über dasKaufen von Tickets oder Lottoscheinen (m-Ticketing und SMS LOTTO)bis hin zum Abrufen von News.
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