Mehr als 6 Jahre Haft

Auftragskiller im Darknet gesucht: Frau verurteilt

Web
25.04.2022 15:00

In den USA ist eine Frau zu sechseinhalb Jahren Haft sowie mehr als 12.000 Dollar Strafe verurteilt worden, weil sie im Darknet versucht hatte, einen Auftragskiller zu finden, der die Ehefrau ihres Ex-Partners töten sollte. Bei ihrer Suche geriet die 51-Jährige jedoch an einen verdeckten Ermittler.

Gerichtsunterlagen zufolge hatte sich DeAnna Marie Stinson aus Tampa am 24. Juni 2021 bei einer namentlich nicht genannten Seite im Darknet, die ihren Kunden Auftragsmorde anbot, registriert. Tags darauf erstellte die 51-Jährige dort einen „Auftrag“ für einen „Schnellschuss in Südflorida“, um die Ehefrau ihres früheren Lebensgefährten zu töten. In dem Auftrag gab Stinson den Namen sowie die Adresse der Zielperson bekannt und veröffentlichte ein Foto von ihr.

„Bonus“ für schnellen Geschäftsabschluss in Aussicht gestellt
Weil sich jedoch niemand auf die Anzeige bewarb, erstellte Stinson vier weitere Aufträge und überwies mehr als 12.000 Dollar in Bitcoin an die Betreiber der Seite. In mehreren Nachrichten bat sie diese, den „Job“ so schnell wie möglich abzuschließen, und bot sogar einen „Bonus“ an, wenn der Auftrag bis zu einem bestimmten Datum abgeschlossen sei.

Als Stinson von den Administratoren der Seite keine Statusaktualisierung erhielt, forderte sie diese Ende Juli schließlich dazu auf, den Auftrag an eine fachkundige Person zu übergeben, die in der Vergangenheit bereits erfolgreich war, „da sie den Auftrag so schnell wie möglich erledigen muss“.

Frau geriet an verdeckten Ermittler
Stattdessen meldete sich jedoch ein verdeckter Ermittler, dem gegenüber Stinson in einem aufgezeichneten Telefongespräch bestätigte, dass sie das Opfer töten lassen wolle. Sie erklärte sich zudem bereit, dem verdeckten Ermittler zusätzliches Geld - 350 Dollar - in Bitcoin zu schicken, damit dieser sich, so der Vorwand, einen Revolver kaufen konnte.

Zwei Seelen in einer Brust
Der zuständige Bezirksrichter verwies laut „Tampa Bay Times“ bei seiner Urteilsverkündung auf die Schwierigkeit hin, die richtige Strafe zu finden. E
r fühle sich, als ob er zwei Menschen verurteile: eine hochgebildete Geschäftsfrau, die sich stark in ihrer Kirche engagierte und liebevolle und unterstützende Eltern und Freunde hatte, und eine so „berechnende“ wie „dreiste Person“, die unbedingt jemanden töten lassen wollte.

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