Gute Nachrichten zu Ostern: Der Sanierungsplan der insolventen Energetica wurde angenommen! 93 Arbeitsplätze wurden dadurch gerettet!
Ein schönes Ostergeschenk gibt es für 93 Mitarbeiter der insolventen Liebenfelser Firma Energetica: Dienstag wurde am Landesgericht Klagenfurt im Gläubigerausschuss der Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angenommen. „Die Arbeitsplätze können gerettet werden“, so Beatrix Jernej vom Alpenländischen Kreditorenverband.
276 Gläubiger hatten insgesamt Forderungen von 58 Millionen (!) Euro angemeldet, von denen 34,8 von Insolvenzverwalter Ferdinand Lanker anerkannt wurden. Neuer Eigentümer von Energetica ist, wie berichtet, die IRMA Power aus Wien, die nun das bekannte Photovoltaik-Unternehmen wieder auf die Beine bringen kann, sofern die Quote bis 2023 bezahlt ist. Der Standort soll, so Chef Martin Kurschel, zu einem grünen „Kompetenzzentrum“ ausgebaut werden.
Die Pleite der Energetica war 2021 auch einer der größten Fälle für die Rechtsexperten der Kärntner Arbeiterkammer, die Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite stehen - seit nunmehr 30 Jahren. In dieser Zeit wurden für Kärntner Arbeitnehmer insgesamt 494,7 Millionen Euro erkämpft.
Auch die konkrete Bilanz für das vergangene Jahr haben AK-Präsident Günther Goach und sein Team am Dienstag vorgelegt: 33,3 Millionen Euro wurden erstritten - 25,8 Millionen im Sozialrecht, wo von 1009 Klagsfällen 458 gewonnen werden konnten; 5,4 Millionen im Arbeitsrecht sowie 2,1 Millionen bei Firmeninsolvenzen. Auffallend war die mangelnde Zahlungsmoral mancher Unternehmer: „Bei 215 Überprüfungen der Kurzarbeit erhielten mehr als ein Drittel zu wenig Entgelt“, so Maximilian Turrini.
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