17.03.2022 13:40 |

Hohe Belastung

Auf Pollenallergiker kommt 2022 „starke“ Saison zu

Aufgrund überdurchschnittlich milder Temperaturen im Jänner und Februar ist mit einer stärkeren Belastung für Pollenallergiker zu rechnen. Die Saison begann im Februar mit Hasel und Erle, gefolgt von Esche und Birke. Die dritte Belastungswelle wird durch blühende Gräser verursacht. Ende Dezember ist mit der Blüte der Purpurerle zu rechnen, diese kann je nach Witterung bis Ende Jänner blühen. 

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Pollenallergien sind mehr als nur ein lästiges Übel des Frühlings. Sie können das Leben massiv einschränken und Erkrankungen wie Asthma verursachen. Um das zu verhindern, sind eine frühzeitige und adäquate Abklärung und Therapie wichtig. Seit vielen Jahren beklagen Experten, dass allergische Erkrankungen viel zu spät diagnostiziert werden und oft unzureichend therapiert werden oder sogar unbehandelt bleiben. „Nachdem 2021 eine eher milde Saison war, müssen wir heuer mit einer starken Pflanzenblüte rechnen“, so auch Uwe Berger, Leiter des Österreichischen Pollenwarndienstes.

Zu den primären Allergieauslösern zählen Pollen von Erle, Hasel, Birke, Gräsern, Korbblütler, Ragweed und Beifuß. Der weitverbreitete Alleebaum folgt einem biologischen Muster - einer schwächeren Saison folgt eine starke.

Corona-Pandemie verzögert Therapiestarts
In Österreich sind etwa eine Million Menschen von diesen Allergieauslösern betroffen. „Durch die Pandemie wurden Therapien verzögert, zu spät oder gar nicht eingeleitet“, berichtete Erika Jensen-Jarolim, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (ÖGAI).

Allergietherapie umfasst drei Bereiche
Die Diagnose erfolgt durch die Befragung des Patienten, Haut- und Bluttests. Eine Allergietherapie umfasst drei Bereiche: Allergieauslöser vermeiden, Symptome medikamentös lindern und die Behandlung mit einer allergen-spezifischen Immuntherapie (AIT). Bei dieser AIT oder auch Hyposensibilisierung genannt, wird über einen Zeitraum von rund drei Jahren ein krank machendes Allergen in regelmäßigen Abständen verabreicht. Ziel des Immunsystems ist es, eine Toleranz gegenüber den Allergenen zu entwickeln und eine allergische Reaktion einzustellen. 

Tipp: Das Allergierisiko können Sie jederzeit kostenlos HIER einsehen.

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