25.01.2022 14:03 |

Pommers Feierabend

Österreichs Politiker müssen ins Dschungelcamp!

Einen schönen Dienstagabend.

Nun habe ich mir vor wenigen Tagen auch einmal eine Folge des Dschungelcamps angeschaut, weil so viele darüber reden. Falls Sie diese RTL-Sendung nicht kennen: Menschen, die sich Promis nennen, die ich aber größtenteils nie zuvor irgendwo gesehen habe, erzählen sich intimste Geschichten rund um ein Lagerfeuer, das nur raucht, weil keiner von ihnen eines machen kann, und wenn sie nicht lästern, essen sie Känguruhoden. Die Teilnehmer streiten auch ständig. Eine Frau hat eine dicke Lippe riskiert (im wahrsten Wortsinne, sie sind sehr geschwollen, vielleicht die Luftfeuchtigkeit?) und wurde jetzt wegen Rassismus vor die Dschungeltür gesetzt. Wenn es bei Prüfungen hart auf hart kommt, reißen die meisten einen Stern, statt welche zu bekommen. Da habe ich mir gedacht: In dem Dschungel geht es zu wie in Österreichs Innenpolitik - wenn man vom Testikelverzehr einmal absieht. Aber der Rest stimmt: Ständig gibt es nur Zoff, Krisen werden vergeigt, irgendwer ist ein Rassist, und jedes Jahr wird ein neuer König gewählt.

Vielleicht ist der Dschungel auch ein guter Ort für unsere Politiker, sperren wir sie doch für ein paar Tage in ein solches Camp.

Wenn jemand vor Wolfgang Sobotkas Behausung defäkiert, kann er sich die Kameraüberwachung sparen, denn es sind zumeist die Affen. Die werfen mit Kot, wenn sie ihr Revier verteidigen. Nur mit dem Schreien wäre ich an Sobotkas Stelle vorsichtig, denn es kann Brüllaffen anlocken, die Einzelgänger gerne in ihre Gruppe aufnehmen. Die Migrationsquote bei Brüllaffen ist sehr hoch, eine Indexierung der Familienbeihilfe gibt es bei ihnen nicht.

Vielleicht können wir Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Dr. Bob tauschen, das ist der TV-Dschungelarzt. Dr. Bob managt unsere Corona-Pandemie, und Mückstein gibt Tipps, wie man sich nicht am gekochten Krokodilanus verschluckt. Schlimmer kann die aktuelle Omikronwelle unter Dr. Bob auch nicht werden.

Gehen uns Politiker auf die Nerven, können wir sie für Prüfungen nominieren. Dann kommen grausliche Sachen in den Mund hinein statt nur heraus. Erfüllen sie nicht alle Erwartungen, bekommen sie statt Belohnungen am Abend nur eine Grundversorgung. Da erfährt dann auch die FPÖ, dass das mitunter gar nicht so viel ist.

Wer alle Prüfungen schafft, erhält zwölf Sterne. Das ist übersichtlich. Da können sich selbst unsere Finanzminister nicht verrechnen.

Eine schlechte Nachricht freilich gibt es: Wenn ich mich nicht verzählt habe, braucht man für Südafrika aktuell sechs Impfungen. Herbert Kickl muss also in Österreich bleiben.

Also ich würde mir das ansehen. Nur Harald Glööckler wäre dann nicht mehr im Fernsehen. Der Modedesigner hat sich Haare auf den Kopf tätowieren lassen. Na wenn das unser Arbeitsminister sieht...

Ich wünsche einen schönen Feierabend, so Sie einen haben.

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