22.12.2021 15:57 |

Rückzug vom Rückzug

Asyl-Agentur-Chef widderruft seine Kündigung

Der Geschäftsführer der Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU), Andreas Achrainer, nimmt seinen im Oktober angekündigten Rückzug zurück. Bereits im März hätte er die BBU verlassen wollen. Nach Gesprächen mit dem Innenministerium und NGOs wolle er seine Arbeit nun aber doch fortsetzen.

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Er habe den Eindruck gewonnen, dass „es gute Möglichkeiten gibt, die Arbeit der BBU im Sinne der Asylsuchenden weiterzuentwickeln“, erklärte er dem „Standard“. Mittlerweile hat auch die BBU bestätigt, dass Achrainer als dessen Chef weitermachen werde.

Wichtige Arbeit im Asylbereich
Professionalität und Kontinuität seien in Anbetracht der sensiblen Aufgabenfelder in der Bundesagentur zentral, meinte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) in einer Aussendung. Durch das fortgesetzte Engagement von Achrainer an der Spitze der BBU werde diesen Grundsätzen weiterhin entsprochen. Justizministerin Alma Zadic (Grüne) freute sich, die Zusammenarbeit fortsetzen zu können. Achrainers Engagement und Einsatz hätten die BBU wesentlich geprägt und entscheidend zu ihrem Erfolg beigetragen.

Zahlreiche Aufgabengebiete
Die Re-Verstaatlichung der Unterbringung, Betreuung und Rechtsberatung von Asylwerbern war ein Projekt des einstigen Innenministers Herbert Kickl (FPÖ). Die BBU ist dabei eine ausgegliederte Gesellschaft und zu 100 Prozent im Besitz des Bundes. Achrainer leitete in den vergangenen zwei Jahren die Zusammenführung von Mitarbeitern und Aufgabenbereichen aus insgesamt sechs Vorgängerorganisationen mit den Bereichen Rechtsberatung, Rückkehrberatung, Dolmetschwesen, Menschenrechtsbeobachtung und Grundversorgung zur Bundesagentur.

Offiziell hatte er seinen Rückzug, der für März geplant war, mit dem Abschluss der Aufbauphase begründet. Nun erklärt er, man habe ihm vermittelt, dass seine Expertise gebraucht werde.

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