01.12.2021 14:32 |

Abhängigkeit zu groß

Mehr Stromimporte nach Turbulenzen auf dem Markt

Warm anziehen müssen sich diesen Winter Strom- und Gas-Kunden. Das Coronavirus hat den Energiemarkt „befallen“, der Druck auf die Lieferanten und Versorger wächst, die Preise klettern in die Höhe. Stark im Steigen sind auch die Netto-Stromimporte. Gefordert wird ein offensiver Ausbau der erneuerbaren Energien.

Mehr als fünf Milliarden Kilowattstunden (kWh) wird laut Experten heuer der Netto-Stromimport ausmachen. „Das sind rund 7,5 Prozent des gesamten Verbrauchs in Österreich“, heißt es. Nach dem Corona-Ausnahmejahr 2020 ist der Energiemarkt noch mehr in Bewegung geraten.

Alternativen gefordert
„Durch die in den vergangenen Monaten stark gestiegenen Beschaffungskosten bei Erdgas und Kohle schießen auch die Strompreise regelrecht in die Höhe“, stellen Fachleute fest. „Österreich muss die Handbremsen beim Ausbau der erneuerbaren Energien lösen und bei der Energiewende voll durchstarten“, fordert die IG Windkraft.

Grundpreis viel höher
Sonne und Wind werden im Burgenland schon lange für die Stromproduktion genutzt. Doch im Winter oder an flauen Tagen muss ebenfalls Energie importiert werden. Beim Gesamtbedarf werden 50 Prozent durch Einfuhr abgedeckt, großteils aus Gas und Öl. Bei Gas hat sich der Grundpreis innerhalb eines Jahres sogar vervierfacht.

Gasspeicher nicht voll
„Nach der harten Corona-Phase und dem nachfolgenden Konjunkturaufschwung nahm der Bedarf in Asien stark zu. Russland lieferte mehr von dem, was eigentlich für Europa bestimmt war“, wissen Brancheninsider. Das Fazit: Statt zu 90 Prozent sind die Gasspeicher in Österreich nur zu 60 Prozent gefüllt. „Wir werden damit auskommen, aber zu höheren Kosten.“

Um auf dem Energiemarkt die Preisschraube zu lockern, setzen viele Versorger daher mehr auf erneuerbare Energien.

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